BDP-Newsletter Mai 2016: Neues zu EMDR, Autismus-Diagnostik und Flüchtlingshilfe
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) informierte im Mai 2016 über die Abrechnung von EMDR-Elementen, neue Leitlinien zur Autismus-Diagnostik und die Unterstützung traumatisierter Flüchtlinge.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat im Mai 2016 in seinem Newsletter über aktuelle berufsrelevante Themen informiert, darunter die Abrechnungspraxis von Therapieverfahren und neue Leitlinien.
Ein zentrales Thema war die Frage, ob Elemente der EMDR-Therapie (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) auch ohne gesonderte Abrechnungsgenehmigung angewendet und vergütet werden können. Da für EMDR noch keine eigene Ziffer im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) existiert, ist die Klärung der Abrechnungsmodalitäten ein wichtiges Anliegen des Verbandes.
Der Newsletter berichtete zudem über die Veröffentlichung des ersten Teils einer S3-Leitlinie zur Diagnostik von Autismus-Spektrum-Störungen. Diese berücksichtigt die altersabhängige Entwicklung des Krankheitsbildes und betont die Notwendigkeit altersspezifischer diagnostischer Ansätze und sorgfältiger Differentialdiagnostik.
Eine weitere wichtige Veröffentlichung ist die neue Leitlinie zum „Nicht-suizidalen selbstverletzenden Verhalten (NSSV) im Kindes- und Jugendalter“. Diese soll Standards für Diagnostik und Therapie setzen, da schätzungsweise 14 Prozent der Jugendlichen jährlich zu selbstverletzendem Verhalten neigen.
Darüber hinaus thematisierte der BDP die Unterstützung traumatisierter Flüchtlinge. Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat hierzu einen Ratgeber für Helfer veröffentlicht, der über Anzeichen traumatischer Erkrankungen informiert und praktische Ratschläge gibt. Auch die Ergebnisse des 28. Deutschen Psychotherapeutentages, darunter Reformen der Ausbildung und die Versorgung psychisch kranker Flüchtlinge, wurden thematisiert.
Abschließend wurden Forschungen zur Prävention von Depressionen durch Online-Trainings sowie die potenziellen positiven Effekte von Yoga und Qigong auf den Therapieverlauf vorgestellt. Diese Themen spiegeln die breite Auseinandersetzung des Verbandes mit aktuellen Entwicklungen in der Psychotherapie wider.