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BDZV und MVFP fordern EU-Stopp für Metas neue Crawling-Regelungen

Die Verlegerverbände BDZV und MVFP haben die EU-Kommission aufgefordert, Metas ab Oktober 2026 geplante AGB-Änderungen zum automatisierten Datenabgriff zu untersagen.

1. November 2026

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) sowie der Medienverband der freien Presse (MVFP) werfen Meta einen Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vor. Hintergrund ist die zum 30. Oktober 2026 geplante Anpassung der kommerziellen Bedingungen des US-Konzerns, die eine automatisierte Erfassung, Speicherung und Auswertung vollständiger Webseiten und Archive von Verlagen ermöglicht.

Die Verbände sehen darin einen klaren Verstoß gegen den Digital Markets Act (DMA). Sie kritisieren, dass Meta den Zugang zu seinen Plattformen von der kostenlosen Preisgabe redaktioneller Inhalte abhängig mache, um diese für eigene Werbe- und KI-Produkte zu nutzen. Laut den Verbänden sei diese Kopplung weder sachlich gerechtfertigt noch wirtschaftlich angemessen.

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die Unumkehrbarkeit des Prozesses. Sobald redaktionelle Bestände in Metas KI-Systeme, Vektordatenbanken oder Analyseumgebungen überführt wurden, sei eine zuverlässige Löschung der Daten und ihrer Ableitungen kaum noch möglich. Daher fordern die Verbände ein sofortiges Einschreiten der EU-Kommission, um vollendete Tatsachen zu verhindern.

Originalquelle: bdzv.de