Stimmung deutscher KMU im Juli deutlich verbessert
Die Stimmung bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland hat sich im Juli spürbar aufgehellt. Laut KfW-ifo KMU-Barometer stieg die Erwartungshaltung, während die Einschätzung der aktuellen Lage ebenfalls zunahm.

Die Stimmungslage deutscher kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) hat sich im Juli laut KfW Research signifikant verbessert. Das KfW-ifo KMU-Barometer stieg um 4 Punkte auf -17,3 Saldenpunkte. Maßgeblich hierfür waren eine gestiegene Erwartungshaltung der Unternehmen und eine positivere Einschätzung der aktuellen Geschäftslage.
Die Verbesserung zog sich durch alle wichtigen Wirtschaftsbereiche. Die Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich am deutlichsten (+9,7 Punkte). Auch im Groß- und Einzelhandel zeigten sich klare Zuwächse. Im Baugewerbe und im Dienstleistungssektor fielen die Zuwächse moderater aus. Große Unternehmen verzeichneten hingegen kaum eine Veränderung; ihre Stimmungsindikatoren sanken leicht um 0,1 Punkte.
Trotz der Zunahme im Juli liegt die Stimmung der KMU weiterhin deutlich unter ihrem langjährigen Durchschnitt. Die Erwartungen bezüglich der Verkaufspreise sanken zum dritten Mal in Folge bei KMU und Großunternehmen. KfW Research führt die Verbesserung auf das Reformprogramm der Bundesregierung, die Bürokratieentlastung und die temporäre Entspannung im Iran-Konflikt zurück, mahnt jedoch weiter zur Vorsicht.
Die Beschäftigungserwartungen der KMU stiegen um 4,1 Punkte auf -7,4 Punkte. Dies deutet darauf hin, dass die Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft blicken, obwohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld als fragil eingestuft wird.