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Mittelstand: Resilienz in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

Deutsche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zeigten 2024 Stabilität mit Rekordbeschäftigung und leichtem Umsatzwachstum. Die Investitionsbereitschaft blieb jedoch gering.

14. Juli 2026
Mittelstand: Resilienz in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

Der deutsche Mittelstand hat im Jahr 2024 trotz wirtschaftlicher Gegenwinde eine bemerkenswerte Stabilität bewiesen. Die Zahl der Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erreichte mit 33,01 Millionen Personen einen neuen Höchststand, was einem Zuwachs von 207.000 Arbeitsplätzen entspricht. KMU bleiben somit ein zentraler Pfeiler des deutschen Arbeitsmarktes.

Die Gesamtumsätze der 3,87 Millionen KMU stiegen 2024 um zwei Prozent auf 5,2 Billionen Euro. Bereinigt um Preise sank der Umsatz zwar leicht um ein Prozent, dies stellt jedoch eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahresminus von zehn Prozent dar. Die Profitabilität blieb mit einer durchschnittlichen Umsatzrendite von 7,0 Prozent stabil. Auch die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht auf 30,7 Prozent.

Die Studie 'KfW-Mittelstandspanel' zeigt jedoch einen leichten Anstieg des Anteils sogenannter 'Zombie-Unternehmen' auf 3,6 Prozent. Dies sind Unternehmen, die aufgrund geringer Profitabilität ihre Zinslasten nicht mehr tragen können. Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW, hob die Bedeutung des Mittelstands für den Wirtschaftsstandort Deutschland hervor und forderte von der Politik Maßnahmen zum Bürokratieabbau und zur Investitionsförderung.

Gleichzeitig verharrt die Investitionsneigung auf einem niedrigen Niveau: Nur 39 Prozent der Unternehmen setzten Investitionsprojekte um. Steigende Kosten und die geringe Investitionsbereitschaft stellen Risiken für das zukünftige Wachstum dar. Die KfW betont die Notwendigkeit, dass der Mittelstand wieder an wirtschaftlicher Kraft gewinnt.

Originalquelle: kfw.de