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Technologie

Cybersicherheitsmonitor 2026: Jede zehnte Person in Deutschland von Cyberkriminalität betroffen

Eine neue Erhebung von BSI und Polizei zeigt: Jede zehnte Person in Deutschland war letztes Jahr Opfer von Cyberkriminalität. Gleichzeitig befassen sich viele nicht ausreichend mit ihrer IT-Sicherheit.

13. Oktober 2026
Cybersicherheitsmonitor 2026: Jede zehnte Person in Deutschland von Cyberkriminalität betroffen

Der vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) in Auftrag gegebene "Cybersicherheitsmonitor 2026" zeichnet ein besorgniserregendes Bild der Cyberkriminalität in Deutschland. Die Umfrage unter mehr als 3.000 Personen ergab, dass im vergangenen Jahr jede zehnte Person zum Opfer von Cyberkriminalität wurde. Dennoch beschäftigen sich viele Bundesbürger kaum mit ihrer eigenen IT-Sicherheit, obwohl die Bedrohungslage hoch ist.

Betrug beim Online-Shopping war mit 22 Prozent die häufigste Form der Cyberkriminalität, gefolgt von Fremdzugriffen auf Online-Konten (14 Prozent) und Missbrauch von Online-Banking-Daten (13 Prozent). Phishing-Angriffe machten 12 Prozent aus. Während in 88 Prozent der Fälle ein konkreter Schaden entstand, lag der durchschnittliche Schaden bei 2.999 Euro, der Medianschaden jedoch nur bei 250 Euro. Bemerkenswert ist, dass fast ein Viertel der Befragten angab, sich nie über Cybersicherheit zu informieren.

Das Internet dient mit 62 Prozent als wichtigste Informationsquelle für Cybersicherheitsthemen, gefolgt vom Freundes- und Familienkreis (38 Prozent) und sozialen Netzwerken (32 Prozent). Besonders gefragt sind Tipps für den Ernstfall (54 Prozent) sowie Anleitungen zur Erkennung und Prävention von Internetkriminalität. Die Befragten kennen im Durchschnitt nur etwa sechs von 19 abgefragten Schutzmaßnahmen und nutzen knapp vier davon. Starke Passwörter (55 Prozent bekannt, 46 Prozent genutzt) und Antivirenprogramme (54 Prozent bekannt, 40 Prozent genutzt) sind die gängigsten.

Die Risikoeinschätzung der Befragten zeigt ein überraschendes Muster: Gut ein Drittel hält ein Opferwerden für sehr oder eher wahrscheinlich, während über die Hälfte das eigene Risiko als gering einschätzt. Diejenigen, die ihr Risiko als hoch einstufen, kennen und nutzen im Durchschnitt sogar weniger Schutzmaßnahmen als die übrigen Befragten.

Die Studie dokumentiert zudem eine wachsende Bekanntheit von kriminellen Methoden, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren. Am häufigsten genannt wurden KI-generierte oder manipulierte Videos und Bilder (55 Prozent), gefolgt von KI-gestützten Schockanrufen oder Stimmenimitaten (54 Prozent) und KI-generierten Phishing-Nachrichten (39 Prozent).

Originalquelle: kartensicherheit.de