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Verbraucher

Tabaksteuereinnahmen sinken zweistellig

Die Tabaksteuereinnahmen in Deutschland sind von Januar bis August 2026 um 10,8 Prozent auf 9,79 Milliarden Euro gefallen. Dies geht aus dem Monatsbericht des Bundesministeriums der Finanzen hervor.

23. September 2026
Tabaksteuereinnahmen sinken zweistellig

Berlin – Die kassenmäßigen Einnahmen aus der Tabaksteuer in Deutschland sind im Zeitraum von Januar bis August 2026 um 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Laut dem Monatsbericht des Bundesministeriums der Finanzen beliefen sich die Einnahmen auf 9,79 Milliarden Euro und setzten damit den seit Jahresbeginn beobachteten negativen Trend fort.

Besonders stark war der Rückgang bei Zigaretten, dem wichtigsten Steuerträger. Der versteuerte Absatz ging von Januar bis August 2026 um 12,6 Prozent auf 40,6 Milliarden Stück zurück. Die daraus resultierenden Netto-Tabaksteuereinnahmen sanken um 11,3 Prozent auf 7,42 Milliarden Euro.

Auch bei Feinschnitt war ein Rückgang zu verzeichnen: Die versteuerte Menge sank um 5,4 Prozent, die Steuereinnahmen gingen um 4,6 Prozent auf 1,50 Milliarden Euro zurück. Die Bundesregierung plant dennoch weitere Tabaksteuererhöhungen bis 2030, um die Haushaltseinnahmen zu steigern.

Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE), äußerte sich besorgt über die Entwicklung. Er warnte davor, dass stärkere Steuererhöhungen trotz sinkender Verkaufszahlen zu Ausweichreaktionen wie grenzüberschreitenden Käufen und illegalem Handel führen könnten.

Originalquelle: bvte.de