Tabaksteuereinnahmen bleiben hinter Erwartungen zurück
Das Bundesfinanzministerium verzeichnet für das laufende Jahr einen Rückgang der Tabaksteuereinnahmen um 1,2 Milliarden Euro.

Der aktuelle Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums belegt für den Zeitraum von Januar bis September 2026 einen Rückgang der Tabaksteuereinnahmen um 1,2 Milliarden Euro auf 11,296 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Minus von 9,6 Prozent im Vorjahresvergleich, obwohl zum Jahresbeginn eine Steuererhöhung um 15 Cent pro Zigarettenpackung in Kraft trat.
Für das kommende Jahr plant die Bundesregierung eine weitere Anhebung um 80 Cent pro Packung, wodurch 1,5 Milliarden Euro an Mehreinnahmen erzielt werden sollen. Der Branchenverband BVTE bezeichnet diese Erwartungen angesichts der Marktentwicklung als fragwürdig. Bereits die Steuerschätzer haben ihre Prognosen für 2026 um 550 Millionen Euro nach unten korrigiert, und Studien des DIW Econ deuten auf deutlich geringere langfristige Mehreinnahmen hin als offiziell veranschlagt.
Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des BVTE, warnt, dass eine exzessive Steuerpolitik keine Garantie für höhere Einnahmen biete. Er fordert eine kritische Überprüfung der staatlichen Haushaltsplanungen, um das Risiko künftiger Haushaltslücken durch verfehlte Prognosen zu minimieren.