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Deutscher Venture-Capital-Markt 2025 stabil trotz Unsicherheit

Der deutsche Venture-Capital-Markt verzeichnete 2025 Investitionen von 7,2 Mrd. Euro in Start-ups und blieb stabil. Künstliche Intelligenz war ein Rekordsegment, während die Zahl der Exits stieg.

4. Juni 2026
Deutscher Venture-Capital-Markt 2025 stabil trotz Unsicherheit

Der deutsche Venture-Capital-Markt hat im Jahr 2025 trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit das Investitionsniveau der Vorjahre gehalten. Laut KfW Research wurden insgesamt 7,2 Milliarden Euro in deutsche Start-ups investiert, nach 7,4 Milliarden Euro im Jahr 2024 und 7,1 Milliarden Euro im Jahr 2023. Das vierte Quartal 2025 war mit 2 Milliarden Euro das zweitstärkste des Jahres.

Besonders stark entwickelte sich der Sektor der Künstlichen Intelligenz (KI). Hier flossen rund 2,9 Milliarden Euro, was etwa zwei Fünfteln des gesamten Investitionsvolumens entspricht. KI-Start-ups blieben ein wichtiger Wachstumstreiber. Auch der Sicherheitssektor, der unter anderem Cybersicherheit und Technologien gegen physische Bedrohungen umfasst, zog 17 Prozent des investierten Volumens an.

Die Investitionstätigkeit sei solid, jedoch hinke die Dynamik des deutschen VC-Marktes im internationalen Vergleich hinterher. "Im internationalen Vergleich hinkt die Dynamik in Deutschland hinter der von Ländern wie Großbritannien, Frankreich und insbesondere den USA hinterher", kommentierte Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Die Zahl der Exits von VC-Investitionen stieg 2025 auf 164, nach 154 im Vorjahr. Die Bewertungen der verkauften Unternehmen und damit die Erlöse entwickeln sich jedoch seit zwei Jahren nur langsam positiv. Eine Belebung der Exitmärkte gilt als wesentliche Säule für einen positiven Aufschwung.

Die Anzahl der Finanzierungsrunden deutscher Start-ups sank 2025 leicht. Gleichzeitig verbesserte sich die Situation für aussichtsreiche Start-ups, da die durchschnittliche Höhe der Finanzierungsrunden wieder zunahm. Die Finanzierung von Wachstumsunternehmen (Scale-ups) gewann weiter an Bedeutung und machte 49 Prozent des Transaktionsvolumens aus.

Originalquelle: kfw.de