Deutsch-französisches Vorgehen zur digitalen Souveränität zu "richtiger Zeit"
Deutschland und Frankreich haben bei der VivaTech 2026 in Paris eine gemeinsame Definition digitaler Souveränität veröffentlicht. Die CDU/CSU-Fraktion sieht darin eine zeitgemäße Reaktion auf externe Abhängigkeiten.

Anlässlich der Technologiekonferenz VivaTech 2026 in Paris haben Deutschland und Frankreich eine gemeinsame Definition zur digitalen Souveränität vorgestellt. Die Unionsfraktion im Bundestag bewertet diesen Schritt als zu einem entscheidenden Zeitpunkt erfolgt.
Ralph Brinkhaus, Sprecher für Digitales und Staatsmodernisierung der CDU/CSU-Fraktion, begründete die Notwendigkeit des Vorgehens mit der Abhängigkeit von ausländischen Regierungen in digitalen Fragen. Als Beispiel nannte er einen Vorfall, bei dem die US-Regierung den Zugang zu einem leistungsstarken KI-Modell kurzfristig sperren konnte. Dies zeige, wie dringlich die Umkehr dieses Trends sei.
Das gemeinsame deutsch-französische Vorgehen soll die strategische Autonomie Europas im digitalen Sektor stärken. Mit einer einheitlichen Definition der digitalen Souveränität legen die beiden Länder den Grundstein für eine kohärentere europäische Digitalpolitik und wollen damit europäische Interessen besser schützen.
Die Veröffentlichung auf einer wichtigen europäischen Technologieveranstaltung unterstreicht die Bedeutung der digitalen Souveränität für die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit Europas in einer globalisierten und technologiegetriebenen Welt.