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Einführung von Handy-Blitzern: Bund plant bundesweite Überwachung

Der Bund strebt eine bundesweite Einführung von Kamerasystemen an, die die unerlaubte Handy-Nutzung am Steuer mittels Bildanalyse erfassen.

4. November 2026
Einführung von Handy-Blitzern: Bund plant bundesweite Überwachung

Die Bundesregierung plant, die Überwachung der Handy-Nutzung am Steuer durch den flächendeckenden Einsatz sogenannter Monocams zu verschärfen. Nach erfolgreichen Testphasen in Rheinland-Pfalz will das Bundesverkehrsministerium nun die notwendigen Anpassungen im Straßenverkehrsgesetz vorantreiben, um den Einsatz der Technik auf das gesamte Bundesgebiet auszuweiten.

Das System arbeitet mit hochauflösenden Kameras, die von Autobahnbrücken aus die Fahrerkabinen erfassen. Eine Software erkennt dabei das Mobiltelefon im Bereich der Hände. Im Anschluss werden die Aufnahmen von geschulten Polizeibeamten ausgewertet, um eine zweifelsfreie Zuordnung des Verstoßes zu gewährleisten. Die Maßnahme soll dazu dienen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und das Unfallrisiko durch Ablenkung zu minimieren.

Der ADAC begrüßt die verstärkte Kontrolle, mahnt jedoch die Schaffung eines klaren Rechtsrahmens sowie die Einhaltung strenger Datenschutzstandards an. Aktuell wird die Handy-Nutzung am Steuer in Deutschland mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. Bei Gefährdungen oder Unfällen können die Strafen deutlich höher ausfallen und ein Fahrverbot nach sich ziehen.

Originalquelle: adac.de