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Verbraucher

Deutschland startet Absicherungsinstrument für von Energiekrise betroffene Unternehmen

Die Bundesregierung hat ein neues Absicherungsinstrument für Unternehmen aufgelegt, die mit Strom-, Gas- und Emissionszertifikate-Derivaten handeln. Die Maßnahme soll die Liquidität von Firmen in Zeiten volatiler Energiepreise sichern.

2. Oktober 2026
Deutschland startet Absicherungsinstrument für von Energiekrise betroffene Unternehmen

Berlin – Die deutsche Bundesregierung hat ein neues Finanzinstrument zur Unterstützung von Unternehmen eingeführt, die von der Energiekrise infolge des russischen Krieges in der Ukraine besonders stark betroffen sind. Die KfW-Bank setzt das neue Absicherungsinstrument um und stellt Kreditlinien zur Verfügung, um die auf den Derivatemärkten erforderlichen verpflichtenden Sicherheitszahlungen, sogenannte Margining-Anforderungen, abzudecken.

Der starke Anstieg der Energiepreise und die Marktvolatilität haben zu Liquiditätsproblemen bei vielen Unternehmen geführt, die mit Strom-, Erdgas- und Emissionszertifikate-Derivaten handeln. Diese Margining-Anforderungen sind für den Energiehandel unerlässlich, und ihr Anstieg erschwert es den Unternehmen, ausreichende Cashflows aufrechtzuerhalten.

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck betonte die Bedeutung der Maßnahme für die Stabilisierung der Energiemärkte und die Gewährleistung der Versorgungssicherheit. „Wir brauchen funktionierende und stabile Energiemärkte, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Dazu müssen wir den Energieunternehmen helfen, ihre Liquidität zu sichern“, sagte Habeck. KfW-Vorstandsvorsitzender Stefan Wintels fügte hinzu, dass die Stabilität des Energiesektors eine Voraussetzung für die erfolgreiche Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft hin zu erneuerbaren Energien sei.

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Hauptsitz oder Niederlassungen in Deutschland, die gestiegene Margining-Anforderungen für Strom-, Gas- oder Emissionszertifikate-Kontrakte hatten. Die Finanzierung deckt spezifisch den Sicherungsbedarf ab, der durch außergewöhnlich hohe Preissteigerungen und Volatilität entstanden ist, und finanziert keine spekulativen Positionen. Die Unterstützung setzt voraus, dass das Unternehmen finanziell solide ist und sich nicht in Schwierigkeiten befindet. Unternehmen müssen zudem Sicherheiten stellen und auf Boni verzichten.

Originalquelle: kfw.de