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Deutschland kürzt Mittel für humanitäre Hilfe drastisch

Aktion Deutschland Hilft warnt, dass geplante Haushaltskürzungen das Leben von Millionen Menschen gefährden. Die Mittel für humanitäre Hilfe sinken um mehr als die Hälfte.

15. Juni 2026
Deutschland kürzt Mittel für humanitäre Hilfe drastisch

Berlin – Der Deutsche Bundestag steht kurz vor der Verabschiedung des Haushalts für 2025, der massive Kürzungen bei der humanitären Hilfe vorsieht. Laut Planungen sollen die Mittel für humanitäre Hilfe im Etat des Auswärtigen Amtes auf rund eine Milliarde Euro sinken, was einem Rückgang von 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft, äußert sich besorgt über die Folgen. „Die Konsequenzen der Mittelkürzungen sind in erster Linie für die betroffenen Menschen dramatisch. Leib und Leben von Millionen Frauen, Kindern und Männern werden gefährdet“, sagte Rüther. Weniger Hilfe bedeute verschärfte Hungerkrisen, zunehmende Fluchtbewegungen und eine wachsende Verbreitung von Krankheiten.

Einige der über 20 Bündnisorganisationen sehen sich gezwungen, Hilfsprojekte zu reduzieren oder einzustellen und Mitarbeiter zu entlassen. Zusätzlich betroffen sind lokale Partnerorganisationen, die ebenfalls von den Kürzungen internationaler Mittel betroffen sind.

Rüther betonte, dass humanitäre Hilfe keine verzichtbare Option sei, sondern eine Grundlage für das Überleben. „Es geht um das Brot, das Trinkwasser, das Zelt, die medizinische Versorgung, die Menschenleben rettet“, erklärte sie. Weltweit seien 2025 voraussichtlich 305 Millionen Menschen auf Nothilfe angewiesen.

Aktion Deutschland Hilft versichert, weiterhin handlungsfähig zu sein und will durch verstärkte Kooperationen und effizientere Planung auf die veränderte Finanzlage reagieren. Die Organisation hebt hervor, dass private Spenden angesichts der reduzierten öffentlichen Gelder immer wichtiger werden.