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Gesundheit

Deutschland verabschiedet nationale Pharmastrategie zur Stärkung des Standorts

Die Bundesregierung hat eine nationale Pharmastrategie beschlossen, die darauf abzielt, Deutschland als Standort für pharmazeutische Forschung und Entwicklung attraktiver zu machen und die Arzneimittelversorgungssicherheit zu erhöhen.

9. Juli 2026
Deutschland verabschiedet nationale Pharmastrategie zur Stärkung des Standorts

Die Bundesregierung hat eine nationale Pharmastrategie verabschiedet, mit der die Wettbewerbsfähigkeit des Pharmastandorts Deutschland gestärkt und die Zuverlässigkeit der Lieferketten für Arzneimittel verbessert werden soll. Dem vorausgegangen war ein von der Branche mit Spannung erwarteter Pharmagipfel im Bundeskanzleramt, bei dem die Rahmenbedingungen für eine starke Pharmaindustrie in Deutschland und der EU diskutiert wurden.

Die Regierung räumt ein, dass die Attraktivität des Forschungs- und Entwicklungsstandorts Deutschland international an Boden verloren hat. Die COVID-19-Pandemie habe zudem die Anfälligkeit der Lieferketten offenbart, insbesondere bei essenziellen Medikamenten wie Antibiotika, was die Notwendigkeit strategischer Anpassungen unterstreicht.

Die Strategie umfasst acht Kernpunkte. Dazu zählen die Vereinfachung und Beschleunigung klinischer Prüfungen, die Stärkung von Zulassungs- und Überwachungsbehörden sowie die Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ansiedlung von Produktionsstätten in der EU und der Diversifizierung der Lieferketten, um die Abhängigkeit von Drittstaaten zu verringern.

Darüber hinaus zielt die Strategie darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit durch attraktive regulatorische Rahmenbedingungen zu sichern und Investitionen in Forschung und Entwicklung durch gezielte Förderungen und steuerliche Anreize zu mobilisieren. Die Preisbildung und Erstattung neuer Medikamente soll unter Beachtung der Finanzstabilität der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfolgen.

Originalquelle: pharma-fakten.de