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Gerta und die Welt am Abgrund: ARTE zeigt tschechisches Historiendrama

ARTE strahlt den zweiteiligen Historienfilm "Gerta und die Welt am Abgrund" aus, der die Identitätskonflikte einer jungen Frau im besetzten und Nachkriegs-Tschechien thematisiert.

11. Oktober 2026
Gerta und die Welt am Abgrund: ARTE zeigt tschechisches Historiendrama

Der Sender ARTE zeigt am 9. Oktober den zweiteiligen Historienfilm "Gerta und die Welt am Abgrund". Die Produktion basiert auf dem Bestseller-Roman "Gerta. Das deutsche Mädchen" von Kateřina Tučková und beleuchtet das schwere Schicksal einer jungen Frau, die zwischen zwei Kulturen und Identitäten aufwächst. Im Mittelpunkt steht die 19-jährige Gerta, gespielt von Barbora Váchová.

Die Handlung spielt im besetzten Brünn im Jahr 1944. Gerta, deren Vater Deutscher und deren Mutter Tschechin ist, wächst in einer gespaltenen Gesellschaft auf. Sie muss miterleben, wie ihr Vater und ihr Bruder zu überzeugten Nationalsozialisten werden, während sie sich selbst immer stärker als Tschechin fühlt. Gemeinsam mit ihrem Freund Karel (Oskar Hes) engagiert sie sich im studentischen Widerstand gegen die Besatzer.

Regisseur Tomáš Mašín erzählt die Geschichte über verschiedene Zeitebenen hinweg. Neben Gertas Erlebnissen während und nach dem Zweiten Weltkrieg wird auch die Perspektive der älteren Gerta (Milena Steinmasslová) im sozialistischen Tschechoslowakei des Jahres 1989 gezeigt. Die Schrecken des Krieges enden für Gerta nicht mit Kriegsende; aufgrund ihrer binationalen Herkunft sieht sie sich weiter Anfeindungen und Verfolgung ausgesetzt.

Die Ausstrahlung von "Gerta und die Welt am Abgrund" ist Teil des ARTE-Programms anlässlich des Gastlandauftritts Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse. Der Film bietet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen und deren persönlichen Auswirkungen.

Originalquelle: prisma.de