Giffgaff sperrt Tausende ausländische Nutzer wegen Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
Der britische Mobilfunkanbieter giffgaff hat Tausende im Ausland lebende Nutzer gesperrt und beruft sich dabei auf Verstöße gegen die Servicebedingungen. Das Unternehmen hat Kündigungsschreiben an Kunden gesendet, die seiner Meinung nach den Dienst langfristig außerhalb Großbritanniens nutzen.

Der britische Mobilfunkanbieter giffgaff hat damit begonnen, Tausende von Kunden im Ausland zu sperren. Als Grund werden Verstöße gegen die allgemeinen Geschäftsbedingungen angegeben. Das Unternehmen hat Mitteilungen versandt, in denen es heißt, dass die Dienste primär für die Nutzung innerhalb des Vereinigten Königreichs bestimmt sind und Roaming-Einrichtungen nur für Kurzzeitreisen vorgesehen sind.
Die Maßnahme betrifft offenbar eine erhebliche Anzahl von Nutzern, die sich auf giffgaff, eine Tochtergesellschaft von O2, für erschwingliche britische Mobilfunknummern verlassen haben, während sie im Ausland leben. Berichten zufolge nutzten viele Kunden den Dienst hauptsächlich, um eine britische Nummer zu erhalten, mit minimalem Datenverbrauch beim Roaming.
Laut den Mitteilungen von giffgaff basiert die Entscheidung zur Dienstbeendigung auf Nutzungsmustern, die eine längere oder permanente Nutzung außerhalb des Vereinigten Königreichs anzeigen. Das Unternehmen gab an, dass langfristiges Roaming einen Verstoß gegen die Servicebedingungen darstellt, was zur Deaktivierung betroffener Konten führt.
Die Mitteilungen enthielten keine Angaben dazu, wie verbleibende Kontostände oder Vorauszahlungen für die gekündigten Dienste behandelt werden. Giffgaff erklärte, dass diese Entscheidung endgültig ist.