Gletscherabsturz löst verheerende Überschwemmungen an der chinesisch-nepalesischen Grenze aus
Ein Gletscherabsturz in Nepal hat massive Sturzfluten an der chinesisch-nepalesischen Grenze verursacht, Hunderte Tote und über Tausend Vermisste zur Folge. Rettungsbemühungen laufen.

Hunderte Menschen werden vermisst und über Tausend gelten als tot nach einem katastrophalen Gletscherabsturz in Nepal, der verheerende Sturzfluten entlang der Grenze zu China auslöste. Das Ereignis nahe dem Gipfel des Langtang Lirung setzte eine massive Menge an Gestein, Wasser und Schlamm frei, die den Berghang hinabstürzten.
Behörden in China und Nepal haben über 390 Todesfälle bestätigt, mehr als 1400 Menschen werden noch vermisst. Rettungs- und Suchaktionen wurden umgehend eingeleitet, und internationale Hilfsorganisationen mobilisieren ebenfalls Unterstützung. Die Erstmeldung stammt von Fast Company.
Während anfängliche Theorien einen Erdbebens als Ursache vermuteten, identifizierte der U.S. Geological Survey das Ereignis später als Gletscherabsturz der Stärke 5,2. Der Schuttstrom traf den Fluss Lhende Khola, der die Grenze zwischen Nepal und Tibet bildet, und verursachte Sturzfluten mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Metern pro Sekunde. Im chinesischen Gyirong zerstörte die Flut aus Schlamm und Wasser Gebäude und Fahrzeuge und riss Menschen mit sich.
Die Flutwellen breiteten sich nach Süden nach Nepal aus, überschwemmten Täler und Flüsse, zerstörten Dörfer und Eigentum. Während der Gletscherabsturz als Hauptursache gilt, untersuchen Wissenschaftler noch die Gründe für den Absturz selbst. Experten vermuten, dass steigende globale Temperaturen, möglicherweise im Zusammenhang mit dem Klimawandel, den Gletscher destabilisiert haben könnten, obwohl dies noch nicht bestätigt ist.
Mehrere internationale Organisationen leisten Hilfe und sammeln Spenden. Dazu gehören All Hands & Hearts, CARE Nepal, Direct Relief, die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC), Mercy Corps und UNICEF. Ihre Bemühungen konzentrieren sich auf unmittelbare Hilfe, Wiederaufbau, medizinische Versorgung und die Unterstützung gefährdeter Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Kindern.