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Gesundheit

Anstieg von Tuberkulose-Fällen und Todesfällen während der Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation verzeichnete 2021 einen Anstieg der Tuberkulose-Erkrankungen um 4,5 Prozent, bedingt durch Unterbrechungen der medizinischen Versorgung.

1. November 2026
Anstieg von Tuberkulose-Fällen und Todesfällen während der Pandemie

Erstmals seit Jahren ist die Zahl der Tuberkulose-Erkrankungen und Todesfälle weltweit gestiegen. Einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge erkrankten 2021 etwa 10,6 Millionen Menschen, während 1,6 Millionen an den Folgen der Krankheit verstarben. Die COVID-19-Pandemie gilt als Hauptursache für diesen Rückschlag, da sie den Zugang zu Diagnose- und Behandlungsangeboten massiv erschwerte.

Die Unterbrechungen führten dazu, dass eine hohe Zahl an Infektionen unentdeckt blieb, was die Ausbreitung innerhalb der Bevölkerung weiter beschleunigte. Gleichzeitig nahm die Zahl der Fälle von arzneimittelresistenter Tuberkulose um drei Prozent zu.

Die globale Finanzierung für Tuberkulose-Programme sank im Jahr 2021 auf 5,4 Milliarden Dollar – weniger als die Hälfte des für 2022 gesetzten Ziels von 13 Milliarden Dollar. Während in einigen Bereichen, wie der HIV-assoziierten Tuberkulose-Prävention, Fortschritte erzielt wurden, mahnt die WHO zu einer dringenden Aufstockung der Mittel und einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit.

Originalquelle: who.int