GoDaddy-Chef Aman Bhutani lehnt KI-generierte Berichte ab
GoDaddy-CEO Aman Bhutani gab bekannt, dass er Dokumente, die mutmaßlich von KI verfasst wurden, ungelesen lässt, da er den Schreibprozess als unverzichtbar für das eigene Denken ansieht.

Der CEO von GoDaddy, Aman Bhutani, hat eine klare Linie bei der Kommunikation mit Mitarbeitern gezogen: Er liest keine Dokumente, bei denen er den Einsatz von künstlicher Intelligenz vermutet. Bhutani argumentiert, dass der Schreibprozess untrennbar mit der Denkweise verbunden ist; wer sich nicht die Zeit nehme, seine Gedanken selbst zu formulieren, habe das Problem nicht ausreichend durchdrungen.
Bhutani bezeichnet das Schreiben als „Kunst der Iteration“. Er kritisiert, dass KI lediglich auf bereits vorhandenem Internetwissen basiert und nicht in der Lage ist, die originellen Beobachtungen und Hypothesen zu liefern, die für strategische Entscheidungen notwendig seien. Laut Bhutani zeigen sich KI-Texte häufig durch einen zu oberflächlichen Tonfall und eine künstliche Perfektion, die den inhaltlichen Kern vermissen lässt.
Das Vorgehen verdeutlicht einen wachsenden Trend in der Führungsebene, bei dem die menschliche Urteilsfähigkeit über die Automatisierung gestellt wird. Auch andere Führungskräfte, wie der CEO von Zapier, Wade Foster, warnen vor einer „Verständnislücke“: Wenn Mitarbeiter KI zur Texterstellung nutzen, könnten sie die zugrunde liegenden Argumente bei Rückfragen oft nicht mehr erläutern. Damit bleibt das schriftliche Ausformulieren von Problemen ein zentrales Instrument zur Identifikation von Denkfehlern.