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Verbraucher

Gold-ETF-Zuflüsse trotz Zinserhöhungsdruck der Fed

Physisch besicherte Gold-ETFs verzeichnen seit zehn Wochen Nettomittelzuflüsse, obwohl steigende US-Renditen den Goldpreis unter Druck setzen.

2. Oktober 2026
Gold-ETF-Zuflüsse trotz Zinserhöhungsdruck der Fed

Trotz des Drucks durch Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve, der im September zu einer Korrektur des Goldpreises um etwa sechs Prozent führte, kaufen Anleger weiterhin Gold-ETFs. Dieser Trend hat das Interesse des Marktes geweckt, da physisch besicherte Gold-ETFs seit zehn Wochen in Folge Nettomittelzuflüsse verzeichnen. Laut dem World Gold Council geschieht dieses anhaltende Interesse an ETFs, während die Renditen für US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit nahe Rekordhöhen erreicht haben.

Das Anlegerverhalten zeigt jedoch regionale Unterschiede. US-Investoren verkauften in der vergangenen Woche Goldbestände im Wert von 683 Millionen US-Dollar als Reaktion auf die inländischen Zinssätze. Gleichzeitig kauften Investoren aus dem Vereinigten Königreich, der Schweiz, Kanada und China Gold und trugen so zur globalen Marktbalance bei. Obwohl die Zuflüsse neuer Investitionen schwächer sind als im August, sind sie trotz erheblicher Gegenwinde nicht zum Stillstand gekommen.

Der Rückgang des Goldpreises wurde durch die Entwicklung am US-Anleihenmarkt beeinflusst, wo die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen auf etwa 5,3 Prozent gestiegen ist. Diese hohe Rendite erhöht die Opportunitätskosten für Gold und verringert somit seine Attraktivität. Der Spotpreis für Gold ist auf etwa 4.170 US-Dollar pro Unze gefallen, obwohl er Anfang des Jahres einen Höchststand von über 5.600 US-Dollar erreichte.

Der Preis wird jedoch durch mehrere Faktoren gestützt. Zentralbanken akkumulieren weiterhin in großem Umfang Gold, wobei beispielsweise die chinesische Zentralbank ihre Bestände erheblich aufstockt. Darüber hinaus hilft die physische Nachfrage aus Asien, insbesondere während der indischen Hochzeits- und Festivalsaison, dem Verkaufsdruck institutioneller Anleger entgegenzuwirken. Geopolitische Unsicherheiten erhöhen ebenfalls die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen.

Originalquelle: goldinvest.de