📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Professionelle Dienstleistungen

Goldman Sachs Ökonom: KI könnte 15 Millionen US-Arbeitskräfte verdrängen

Ein Ökonom von Goldman Sachs prognostiziert, dass die weit verbreitete Einführung künstlicher Intelligenz dazu führen könnte, dass etwa 9 % der US-Erwerbsbevölkerung, rund 15 Millionen Menschen, ihre derzeitigen Arbeitsplätze verlassen müssen.

4. Juli 2026
Goldman Sachs Ökonom: KI könnte 15 Millionen US-Arbeitskräfte verdrängen
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Joseph Briggs, Leiter der globalen Wirtschaftsanalysen bei Goldman Sachs, schätzt, dass die zunehmende Verbreitung künstlicher Intelligenz (KI) in den Vereinigten Staaten dazu führen könnte, dass etwa 9 % der Erwerbsbevölkerung, rund 15 Millionen Menschen, ihre derzeitigen Positionen verlassen. Briggs geht jedoch davon aus, dass diese Arbeitskräfte wahrscheinlich wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden und die Arbeitsplätze nicht dauerhaft verschwinden werden.

Briggs zieht eine Parallele zwischen den potenziellen Auswirkungen von KI und den erheblichen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren infolge technologischer Fortschritte. Er schätzt, dass in Sektoren, die KI-Tools bereits einsetzen, wie Technologie, Managementberatung und Grafikdesign, KI die Schaffung neuer Arbeitsplätze monatlich um 10.000 bis 15.000 in den USA reduzieren könnte.

Während einige Technologieführer vor permanenten Arbeitsplatzverlusten durch KI gewarnt haben, weist Briggs darauf hin, dass technologischer Fortschritt historisch gesehen auch neue Berufe schafft. Er verweist darauf, dass etwa 85 % des Jobwachstums in den letzten 80 Jahren aus neuen, durch technologischen Fortschritt geschaffenen Rollen resultierten, was auf eine Anpassungsfähigkeit hindeutet.

Der US-Arbeitsmarkt ist von Natur aus von ständigem Wandel geprägt: Jährlich werden etwa 30 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen und 29 Millionen abgebaut. Briggs berechnet, dass eine Steigerung der Schaffungsrate von Arbeitsplätzen um lediglich 5 % ausreichen könnte, um alle durch KI wechselnden Arbeitskräfte aufzunehmen.

Andere Experten, wie der MIT-Forscher Neil Thompson, glauben, dass die Auswirkungen von KI möglicherweise nicht so schnell eintreten wie befürchtet. Er weist darauf hin, dass die Implementierung von KI Datenbeschaffung, Kosteneffizienz und regulatorische Hürden mit sich bringt, insbesondere in Sektoren wie dem Gesundheitswesen. Thompson vermutet, dass die meisten Berufe eher teilweise automatisiert als vollständig eliminiert werden, wobei der Umfang der Auswirkungen je nach spezifischen Aufgaben variiert. Jüngste US-Beschäftigungszahlen zeigten ebenfalls Anzeichen einer Verlangsamung.

Originalquelle: ithome.com