Google passt Reise-Suchergebnisse in Europa an EU-Vorschriften an
Google hat seine Reise-Suchergebnisse in Europa geändert, um den Vorgaben des EU-Digitalmarktgesetzes (DMA) zu entsprechen. Das Unternehmen gibt an, dass diese Änderungen die Qualität der Suchergebnisse für europäische Nutzer erheblich verschlechtert haben.

Google hat seine Suchergebnisse für Reiseleistungen in Europa angepasst, um den Anforderungen des europäischen Digitalmarktgesetzes (DMA) nachzukommen. Zuvor wurde Google im Juli mit einer Geldstrafe von 460 Millionen Euro belegt, weil das Unternehmen angeblich eigene Dienste bei Reise- und Einkaufsuchen bevorzugt hatte.
Das Unternehmen erklärt, dass diese erzwungenen Änderungen zu einer deutlichen Verschlechterung der Qualität der Suchergebnisse für europäische Nutzer geführt haben. Zuvor wurden Suchanfragen nach Dienstleistungen wie Hotels prominent mit gesponserten Links, Buchungsempfehlungen und Preisvergleichstools angezeigt. Google behauptet, dass diese hilfreichen Funktionen unter der neuen, DMA-konformen Struktur herabgestuft oder entfernt wurden.
Laut Google stellen die Änderungen Online-Vermittler auf Kosten lokaler Unternehmen in den Vordergrund, was zu einer weniger vorteilhaften Nutzererfahrung führt. Nick Fox, ein Google-Manager, berichtete Reuters angeblich, dass die Modifikationen "die Nutzererfahrung für Europäer verschlechtern ... und hilfreiche Funktionen entfernen, auf die sich die Menschen täglich verlassen."
Das DMA zielt darauf ab, fairen Wettbewerb zu gewährleisten, indem verhindert wird, dass große Technologieunternehmen ihre eigenen Dienste unfair bewerben. Obwohl Google die regulatorischen Änderungen befolgt hat, argumentiert das Unternehmen, dass das Ergebnis die Nützlichkeit seiner Suchmaschine für europäische Verbraucher, die nach Reiseinformationen suchen, verringert.