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Technologie

Google schafft Infrastruktur für Agentenhandel

Google hat das Universal Commerce Protocol (UCP) eingeführt, um Transaktionen durch KI-Agenten zu ermöglichen. Der Standard soll Probleme mit fehlgeschlagenen Zahlungen im Agentenhandel lösen.

18. September 2026
Google schafft Infrastruktur für Agentenhandel

Google hat das Universal Commerce Protocol (UCP) vorgestellt, einen neuen technischen Standard, der eine robuste Infrastruktur für den aufkommenden Agentenhandel schaffen soll. Diese Initiative zielt darauf ab, eine kritische Herausforderung zu bewältigen: Zahlungsfehler, die KI-Agenten daran hindern, Einkäufe im Namen von Verbrauchern abzuschließen.

Der Agentenhandel, bei dem KI-Agenten Einkaufsaufgaben übernehmen, wird voraussichtlich zu einem bedeutenden Teil der Einzelhandelslandschaft werden. Schätzungen zufolge könnte er bis 2030 15-25 % des US-amerikanischen E-Commerce-Umsatzes ausmachen. Die derzeitige Zahlungsverkehrsinfrastruktur, insbesondere für Dienste wie 'Buy Now, Pay Later' (BNPL), hat jedoch oft Schwierigkeiten bei der Autorisierung, wenn ein KI-Agent eine Transaktion durchführt, was zu abgebrochenen Verkäufen führt.

Das UCP, das in Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Shopify, Target, Walmart, Etsy und Wayfair entwickelt wurde, bietet eine gemeinsame Sprache für KI-Agenten während der gesamten Einkaufsreise. Es funktioniert durch die Nutzung von vorautorisierten Ausgabenlimits und Zahlungsmethoden, die vom Verbraucher festgelegt werden. Wenn ein KI-Agent einen Kauf tätigt, wird dieser anhand dieser festgelegten Parameter abgewickelt, anstatt eine neue Kreditentscheidung am Point of Sale auszulösen, wodurch die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Transaktionen erhöht wird.

Dieses neue Protokoll transformiert auch bestehende Zahlungsmethoden. Es ermöglicht die Verknüpfung von Ratenzahlungen mit der bestehenden Kreditkarte eines Verbrauchers, ohne dass eine neue Antragsstellung oder Bonitätsprüfung erforderlich ist. Der volle Kaufbetrag wird im Voraus autorisiert, während der Verbraucher über die Zeit zahlt und der Händler sofort bezahlt wird. Dieses Modell kommt auch Kartenherausgebern zugute, die Transaktionseinnahmen und Kundenbeziehungen beibehalten, ohne zusätzliche Risiken einzugehen.

Durch die Etablierung eines standardisierten Rahmens zielt Google darauf ab, reibungslosere und zuverlässigere Transaktionen für den Agentenhandel zu ermöglichen. Händler, die diese Infrastruktur annehmen möchten, werden ermutigt, sich auf die UCP-Warteliste einzutragen, wobei Unternehmen mit gut strukturierten Produktdaten priorisiert werden.

Originalquelle: fastcompany.com