Google-Studie: KI-Nutzung breit, aber oberflächlich
Ein Google-Bericht, der 15 Millionen KI-Interaktionen analysiert, zeigt, dass die KI-Adaption weltweit zwar breit ist, ihre Nutzung aber weitgehend oberflächlich bleibt.

Ein neuer Bericht von Google, der auf der Analyse von 15 Millionen anonymisierten KI-Interaktionen basiert, deutet darauf hin, dass künstliche Intelligenz (KI) weltweit weit verbreitet ist, ihre Nutzung jedoch oft begrenzt bleibt.
Die Studie mit dem Titel ATLAS (Activity, Task, Environment, and Adoption Study) sammelte Daten aus über 150 Ländern und 140 Sprachen. Sie ergab, dass 68 % der Berufsgruppen KI inzwischen in irgendeiner Form nutzen. KI ist jedoch nur bei etwa 20 % der typischen Aufgaben innerhalb dieser Berufe integriert.
Google fasst den aktuellen Stand der KI als eine breite Abdeckung, aber geringe Tiefe zusammen. In den meisten realen Szenarien wird KI hauptsächlich als Hilfsmittel eingesetzt. Die Automatisierung konzentriert sich größtenteils auf kollaborative Aktivitäten wie Ideenfindung, Recherche, Entwurfserstellung und Lernen, wobei vollständig automatisierte Aufgaben weniger als 10 % der Interaktionen ausmachen.
Der Bericht hebt auch hervor, dass nicht-routinemäßige kognitive Aufgaben wie Analyse und kreatives Design 65 % der KI-Interaktionen am Arbeitsplatz ausmachen, obwohl sie nur 35 % der gesamten Wirtschaftsaufgaben darstellen. Außerhalb der Arbeit ist die KI-Nutzung noch weiter verbreitet, wobei über 86 % der Interaktionen in persönlichen Kontexten stattfinden, wie z. B. bei der Haushaltsverwaltung, der Einkaufsrecherche und der Interaktion mit staatlichen Dienstleistungen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die KI zwar eine breite Reichweite hat, ihre tiefe Integration in Kernarbeitsprozesse jedoch begrenzt bleibt und sie meist als unterstützende Technologie denn als vollständig autonome eingesetzt wird.