Google nimmt sanktionierte Länder von Android-Entwicklerprüfung aus
Google wird Entwickler, die in sanktionierten Ländern ansässig sind, von der bevorstehenden Verifizierungspflicht für Android-Entwickler ausnehmen. Dies gilt für Android-Geräte mit Google-Diensten.

Google hat eine bedeutende Anpassung seines bevorstehenden Verifizierungssystems für Android-Entwickler angekündigt. Das Unternehmen wird Entwickler, die in von US-Sanktionen betroffenen Ländern ansässig sind, von der Verifizierungspflicht ausnehmen. Diese Ausnahme gilt für Android-Geräte mit Google-Diensten und tritt mit der breiten Einführung des Systems in Kraft.
Das neue Verifizierungssystem verlangt von Android-Entwicklern, Identitätsinformationen einzureichen und eine geringe Gebühr zu entrichten, um weiterhin Apps veröffentlichen zu können. Das erklärte Ziel ist die Verbesserung der Sicherheit und die Verhinderung der Verbreitung schädlicher Anwendungen. Entwickler hatten jedoch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Personen geäußert, die in Ländern unter internationalen Sanktionen leben.
Zu den derzeit sanktionierten Ländern gehören Iran, Kuba, Nordkorea und besetzte Gebiete der Ukraine. In einer Antwort, die in einer FAQ eingebettet ist, bestätigte Google, dass Entwickler, die ihre Identität aufgrund ihres Wohnsitzlandes nicht verifizieren können, von der Anforderung ausgenommen werden. Diese Richtlinie könnte sich jedoch mit zukünftigen Änderungen der US-Außenpolitik potenziell ändern.
Google vertritt die Ansicht, dass dieser Ansatz die Offenheit der Plattform nicht beeinträchtigt. Die Entscheidung wirft jedoch Fragen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die globale Android-Entwickler-Community und die Zugänglichkeit der App-Entwicklung in sanktionierten Regionen auf. Das Unternehmen hat noch keine weiteren Details dazu bekannt gegeben, wie es Entwickler in diesen Gebieten in Zukunft unterstützen oder behandeln wird.