Google passt Suchdienste für US-Schulkonten an
Google ändert die Dienstrichtlinien für US-Schulen: Administratoren müssen die Suche nun manuell aktivieren, wobei integrierte KI-Funktionen zwingend mit aktiviert werden.
Google hat eine Anpassung der Zugriffsrechte für Schul-Accounts in den USA bekannt gegeben. Künftig müssen Administratoren die Google-Suche für Schülerkonten explizit freischalten. Eine separate Deaktivierung der in die Suche integrierten KI-Funktionen ist dabei nicht vorgesehen; Schulen müssen sich somit zwischen der Nutzung der KI-gestützten Suche oder einer vollständigen Deaktivierung der Suchfunktion entscheiden.
Diese Maßnahme folgt auf eine Phase wachsender Skepsis gegenüber KI-Tools im Bildungssektor. Eltern und Schulbehörden hatten zuvor scharfe Kritik an der automatischen Aktivierung von KI-Funktionen geübt, was unter anderem in New York und Los Angeles zu strikten Verboten generativer KI-Anwendungen auf schuleigenen Geräten führte.
Wie Chris Phillips, Vice President bei Google Education, erläuterte, sind die Suche, der Chatbot Gemini sowie weitere KI-Funktionen nun standardmäßig deaktiviert. Google reagiert damit auf den Druck von Lehrkräften und Verwaltungspersonal, die eine unkontrollierte Nutzung von KI-gestützten Lösungen kritisierten.
Um den Bedenken hinsichtlich der akademischen Integrität zu begegnen, plant Google einen 'geführten Lernmodus'. Dieser soll Schülern helfen, Aufgaben durch schrittweise Anleitung selbstständig zu lösen, statt direkte Antworten zu liefern, und so die kognitive Auseinandersetzung mit dem Lernstoff fördern.