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Technologie

Google ändert Spam-Richtlinie in Europa, um Kartellstrafe zu vermeiden

Google hat seine Spam-Richtlinie im Europäischen Wirtschaftsraum angepasst, um Kartellstrafen zu entgehen. Ab dem 30. August werden manuelle Maßnahmen zur Herabstufung von Websites in Suchergebnissen für Nutzer im EWR nicht mehr angewendet.

31. August 2026
Google ändert Spam-Richtlinie in Europa, um Kartellstrafe zu vermeiden
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Google hat seine Richtlinie zur Website-Reputation im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) geändert, um Kartellstrafen der Europäischen Union zu vermeiden. Die aktualisierte Richtlinie, die am 30. August in Kraft tritt, sieht vor, dass manuelle Maßnahmen zur Herabstufung von Websites in Suchergebnissen für Nutzer im EWR nicht mehr angewendet werden.

Die Anpassung betrifft Googles Richtlinie zur Website-Reputation, die zur Senkung von Website-Rankings in Suchergebnissen verwendet wurde. In einem Blogbeitrag teilte das Unternehmen mit, dass es nach Gesprächen mit der Europäischen Kommission seinen Durchsetzungsansatz im EWR modifiziert. Google äußerte Bedenken, dass eine zu weitreichende Anwendung des Gesetzes über digitale Märkte (DMA) seine Fähigkeit beeinträchtigen könnte, Bedrohungen für die Integrität von Suchergebnissen zu bekämpfen. Das Unternehmen glaubt jedoch, dass dieser Ansatz die Bekämpfung von Manipulationen der Suchergebnisse für Nutzer ermöglicht.

Als "Missbrauch der Website-Reputation" gilt die Veröffentlichung von Inhalten Dritter auf einer gehosteten Website, hauptsächlich um das durch eigene Inhalte erzielte Ranking auszunutzen. Diese Praxis wird oft als "Parasiten-SEO" bezeichnet. Unternehmen, die gegen die EU-DMA verstoßen, drohen Strafen von bis zu 10 Prozent ihres globalen Jahresumsatzes.

Die Europäische Kommission leitete im vergangenen November eine Untersuchung gegen Google im Rahmen der DMA ein, nachdem Verlage Beschwerden über die Richtlinie zur Website-Reputation eingereicht hatten. Die Untersuchung deutete darauf hin, dass Googles Algorithmen und manuellen Maßnahmen die Suchrankings legitimer Nachrichtenagenturen und Verlage absichtlich verschlechtert hatten, wenn deren Plattformen gesponserte kommerzielle Partnerinhalte zeigten.

Andere Technologieunternehmen wie Apple und Meta wurden zuvor wegen DMA-Verstößen mit Geldstrafen belegt. Auch Google selbst musste in der Vergangenheit erhebliche Strafen hinnehmen, unter anderem wegen der Bevorzugung eigener Dienste in Suchergebnissen. Die neue Richtlinie im EWR hat keine Auswirkungen auf Googles Geschäftstätigkeit in Indien.

Originalquelle: medianama.com