Googles Demis Hassabis fordert globale KI-Aufsichtsbehörde
Google DeepMind CEO Demis Hassabis schlägt die Einrichtung einer globalen KI-Aufsichtsbehörde vor, die befugt wäre, die Freigabe potenziell gefährlicher KI-Modelle zu stoppen.

Demis Hassabis, CEO und Mitgründer von Google DeepMind, hat die Einrichtung einer globalen Instanz zur Überwachung der Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) vorgeschlagen. Hassabis schlug vor, dass die Vereinigten Staaten diese Initiative anführen sollten, und verwies auf die wirtschaftliche und technische Stellung des Landes als geeignet für die Festlegung internationaler Standards.
In einem Blogbeitrag argumentierte Hassabis für eine Organisation, die in der Lage ist, fortschrittliche KI-Modelle zu bewerten, bevor sie eingesetzt werden. Eine solche Instanz hätte die Befugnis einzugreifen, wenn Spitzen-KI-Modelle als zu gefährlich eingestuft werden, und würde effektiv als Bremse für eine ungezügelte Entwicklung wirken.
Die vorgeschlagene Aufsichtsbehörde könnte bestehenden Regulierungsbehörden ähneln, wie beispielsweise der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) in den USA. Sie würde sich aus unabhängigen Experten und Vertretern von Open-Source-Gemeinschaften zusammensetzen. Ihr Mandat würde die Bewertung von Modellen vor der Veröffentlichung und die Koordinierung globaler Sicherheitsbemühungen umfassen.
Dieser Vorschlag kommt inmitten rasanter Fortschritte in der KI, die weit verbreitete Bedenken hinsichtlich potenzieller gesellschaftlicher Risiken ausgelöst haben. Hassabis' Initiative zielt darauf ab, diese Ängste durch die Schaffung eines Rahmens zur Gewährleistung der KI-Sicherheit auf globaler Ebene anzugehen.