GOTS-Kongress beleuchtet Extremsport und Segelmedizin
Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) hat ihren 27. Jahreskongress in Salzburg begonnen. Auftakt war eine Pressekonferenz zum Thema "Extremsport-Medizin".

In Salzburg beginnt der 27. Jahreskongress der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS). Vorab fand am Donnerstag eine Pressekonferenz mit dem Titel „Extrem-Sport-Medizin: Eine Herausforderung für Sportler und Mediziner“ statt.
Der Kongress, der sich weltweit als erster umfassend dem Thema „Extremsport-Medizin“ widmet, versammelt Experten, um die medizinischen Herausforderungen extremer körperlicher Leistungen zu erörtern. Diskutiert werden Risiken, Verletzungen und Präventionsstrategien in diesen anspruchsvollen Disziplinen.
Auch die sportmedizinischen Aspekte des Segelns wurden thematisiert, insbesondere im Kontext aktueller Ereignisse wie der Kieler Woche und der Olympischen Segelwettbewerbe in London. Segeln erfordert von den Athleten eine Kombination aus Ausdauer und kurzfristiger maximaler körperlicher Anstrengung, abhängig von Bootsklasse und Bedingungen. Der Erfolg hängt neben Material und Technik auch von der physischen und psychischen Kondition der Crew ab.
Häufige Verletzungen beim Segeln umfassen akute Traumata wie Schnitt- und Prellverletzungen, oft im Zusammenhang mit Manövern wie Halse oder Wende sowie Kenterungen. Muskelzerrungen, insbesondere im Rücken-, Arm- und Nackenbereich, sind ebenfalls verbreitet. Chronische Beschwerden wie Sehnenreizungen können durch wiederholte Belastungen entstehen, beispielsweise beim „Ausreiten“ (Verlagerung des Körperschwerpunkts zur Stabilisierung des Bootes) oder bei der Bedienung von Schoten.
Der GOTS-Kongress soll Einblicke in die Unterstützung von Athleten im Extremsport und Segelsport geben, mit dem Ziel, Verletzungsrisiken zu minimieren und die Regeneration zu optimieren, um deren Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit zu sichern.