Regierung gründet Interministerielle Gruppe für Cybersicherheitsstrategie des Finanzsektors
Indiens Zentralregierung hat eine interministerielle Gruppe (IMG) eingesetzt, um eine Cybersicherheitsstrategie für den Finanzsektor zu entwickeln. Der Schritt reagiert auf wachsende Risiken durch KI und schnelle Digitalisierung.

Indiens Zentralregierung hat eine interministerielle Gruppe (IMG) ins Leben gerufen, die mit der Ausarbeitung einer umfassenden Cybersicherheitsstrategie für den Finanzsektor des Landes beauftragt ist. Diese Initiative ist eine Reaktion auf wachsende Bedenken hinsichtlich der Risiken, die von künstlicher Intelligenz (KI)-Modellen und der rasanten Digitalisierung von Bank- und Zahlungssystemen ausgehen.
Finanzministerin Nirmala Sitharaman informierte das Parlament, dass trotz der Vorteile der digitalen Infrastruktur für den Finanzsektor zunehmende Vorfälle von Phishing, Ransomware-Angriffen, Datenlecks und Identitätsdiebstahl stärkere Schutzmaßnahmen erfordern. Sie wies darauf hin, dass fortschrittliche KI-Modelle neue Herausforderungen für Wachstum, Sicherheit und Stabilität des Sektors darstellen könnten.
Das Mandat der IMG besteht darin, diese aufkommenden Cyberbedrohungen zu bewerten und Minderungsstrategien zur Verbesserung des Schutzes vor Cyberkriminalität zu empfehlen. Zur weiteren Bekämpfung von Betrug hob die Regierung auch die India Digital Payment Intelligence Corporation (IDPIC) hervor, die zur Echtzeit-Weitergabe von Betrugsintelligenz mittels KI und Big-Data-Analysen eingerichtet wurde.
Die 2025 gegründete IDPIC nutzt KI und maschinelles Lernen zur Erkennung und Analyse von Betrug bei digitalen Zahlungstransaktionen. Der bestehende Cybersicherheitsrahmen des Landes umfasst auch ein Nationales Cyberkoordinationszentrum (NCCC) unter der Leitung von CERT-In, das den Netzwerkverkehr zur Bedrohungsermittlung überwacht.