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Verbraucher

Staatliche Kaufprämie treibt Umstieg auf E-Autos an – Junge Fahrer und Eltern sind besonders empfänglich

Im ersten Quartal 2026 hat sich der Wechsel zu Elektroautos in Deutschland sprunghaft erhöht, insbesondere im März. Die staatliche Förderung beeinflusst laut HUK-E-Barometer maßgeblich die Kaufentscheidungen, vor allem bei preissensiblen Zielgruppen.

15. Juni 2026
Staatliche Kaufprämie treibt Umstieg auf E-Autos an – Junge Fahrer und Eltern sind besonders empfänglich
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Coburg – Im ersten Quartal 2026 ist der private Umstieg von Verbrennern auf Elektroautos in Deutschland auf einen neuen Höchststand gestiegen. Dies zeigt das aktuelle HUK-E-Barometer des Versicherers HUK-COBURG. Vor allem im März war ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Rund 7,5 Prozent aller Fahrzeugwechsel im ersten Quartal 2026 betrafen den Umstieg auf ein Elektroauto. Das ist ein Zuwachs von mehr als einem Drittel im Vergleich zum Gesamtjahr 2025. Allein im März lag die Umstiegsquote über 60 Prozent höher als im Jahresdurchschnitt 2025. Bei jüngeren Fahrern unter 40 Jahren beschleunigte sich der Umstieg im März sogar um 95 Prozent im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt.

Die Ursachenforschung des Barometers liefert klare Hinweise: Etwa jeder fünfte Befragte (18 Prozent) gab an, dass die neue staatliche Förderung für Elektroautos direkte Auswirkungen auf seine Kaufpläne hat. Elf Prozent denken durch die Förderung erstmals über die Anschaffung eines reinen E-Autos nach, sieben Prozent wollen eine geplante Anschaffung vorziehen.

Besonders preissensible Kunden reagieren stärker auf die Förderung. Bei Fahrern unter 40 Jahren fiel die Resonanz auf die neue Förderung fast dreimal höher aus als bei älteren Fahrern (31 % zu 12 %). Auch Eltern minderjähriger Kinder zeigten sich deutlich empfänglicher (32 % zu 14 %). Dies bestätigt die Beobachtung, dass die Förderung die Nachfrage in den Zielgruppen, die entlastet werden sollen, ankurbelt.

Dr. Jörg Rheinländer von der HUK-COBURG-Vorstand sieht großes Potenzial in der Erweiterung der Förderung. "Eine Ausdehnung auch auf gebrauchte E-Autos könnte den Trend noch deutlich verstärken, da niedrigere Anschaffungskosten ein entscheidender Hebel sind", so Rheinländer. Insbesondere günstigere Modelle und ausländische Hersteller profitierten demnach bereits von der aktuellen Förderlandschaft.

Originalquelle: huk.de