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Wissenschaft

Netzanschluss-Verzögerungen gefährden Investitionen von über 45 Mrd. Euro in Deutschland

Eine neue Studie zeigt: Langsame Prozesse beim Netzanschluss in Deutschland blockieren Investitionen in Erneuerbare Energien und Speicher. Rund 45 Milliarden Euro sind betroffen.

14. Oktober 2026
Netzanschluss-Verzögerungen gefährden Investitionen von über 45 Mrd. Euro in Deutschland

Eine neue Studie des Beratungsunternehmens AFRY im Auftrag des Netzwerks Beyond Fossil Fuels zeigt, dass stockende Netzanschlüsse in Deutschland Investitionen in die Energiewende erheblich behindern. Insbesondere Projekte im Bereich Erneuerbare Energien und Batteriespeicher warten auf Anschlüsse, was zu verzögerten Investitionen von geschätzten 45 Milliarden Euro führt.

Die Untersuchung beleuchtet auch die Situation in sieben weiteren europäischen Staaten. Über alle acht Länder hinweg summieren sich die Engpässe bei Netzanschlüssen auf Investitionen von rund 100 Milliarden Euro. Allein in Deutschland sind schätzungsweise 40.000 Projekte betroffen.

Als Ursachen für die Verzögerungen nennt die Studie ineffiziente Regelungen, langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Engpässe bei Lieferketten und Fachkräften. Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert das geplante Netzpaket der Bundesregierung, da es die Probleme nicht löse und Investitionen sogar behindern könnte.

Die Studie schlägt Verbesserungen wie finanzielle Anreize für schnelle Netzanschlüsse und die Priorisierung von Anschlussbegehren nach einheitlichen Vorgaben vor. Germanwatch fordert die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur auf, die Netzbetreiber durch klare Regeln zur Verantwortung zu ziehen.

Originalquelle: duh.de