Grödner Joch: Durchfahrtsverbot für Verkehr ab September
Das Grödner Joch in Südtirol wird ab 1. September für den Durchgangsverkehr gesperrt. Diese Maßnahme ist als zweimonatige Pilotphase vorgesehen und zielt darauf ab, die hohe Verkehrsbelastung durch Touristen in den Dolomiten zu reduzieren.
Die Passstraße am Grödner Joch in Südtirol, offiziell Passo Gardena, wird ab dem 1. September 2026 für den gesamten Durchgangsverkehr gesperrt. Diese Regelung ist zunächst als zweimonatige Pilotphase angesetzt und betrifft alle motorisierten Fahrzeuge, ausgenommen Anlieger, Übernachtungsgäste und Lieferanten.
Ziel der Maßnahme ist es, die hohe Verkehrsbelastung während der Sommermonate auf der Strada Statale 243 zu reduzieren, die Teil der beliebten Sella-Runde ist. An Spitzentagen können hier bis zu 11.000 Fahrzeuge gezählt werden, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führt.
Bei positivem Verlauf und Zustimmung der Landesregierung ist geplant, ab 2027 eine saisonale Sperre von Mai bis Oktober einzuführen. Diese Maßnahme reiht sich ein in eine Serie von Schritten zur Eindämmung des Overtourismus in Südtirol.
Auch andere touristische Hotspots in der Region setzen auf Beschränkungen. So sind für die Seceda-Bahn Zeitfenster-Buchungen und eine Besucherbegrenzung geplant. Am Pragser Wildsee gelten bereits verschärfte Zufahrtsregeln, die eine Online-Reservierung oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erfordern.
ADAC Maps bietet weitere Informationen zu Alpenstraßen und Routenplanungen.