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Gruppen-Brainstormings scheitern oft – Forschung bietet Lösung

Traditionelles Gruppen-Brainstorming erzeugt weniger Ideen als Einzelarbeit aufgrund von Produktionsblockaden und Bewertungsangst. Eine neue, forschungsbasierte Methode verbessert die Ergebnisse.

1. Oktober 2026
Gruppen-Brainstormings scheitern oft – Forschung bietet Lösung

Traditionelle Gruppen-Brainstorming-Sitzungen haben sich im Vergleich zur Einzelarbeit durchweg als ineffektiv für die Ideenfindung erwiesen. Trotz ihrer anhaltenden Verbreitung in Unternehmen wird die Wirksamkeit dieser Methode selbst in späteren Veröffentlichungen ihres Urhebers Alex Osborn in Frage gestellt.

Forschungsergebnisse, darunter eine umfassende Meta-Analyse aus dem Jahr 1991, haben wiederholt gezeigt, dass Gruppen weniger Ideen und oft von geringerer Qualität produzieren als Einzelpersonen. Dieses Phänomen wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt, darunter Produktionsblockaden (nur eine Person kann gleichzeitig sprechen) und die Bewertungsangst der Teilnehmer. Diese Probleme verschärfen sich mit zunehmender Gruppengröße.

Die anhaltende Beliebtheit des Rituals erklärt sich durch eine sogenannte „Illusion der Gruppenwirksamkeit“, bei der die Teilnehmer Gruppenarbeit als effektiver empfinden, als sie tatsächlich ist. Erinnerungsverzerrungen und Gefühle persönlicher Zweifel tragen zu dieser Wahrnehmung bei.

Neue, forschungsbasierte Methoden wie stilles Schreiben und die Verwendung kleinerer Gruppen in Kombination mit einem mehrstufigen Auswahlverfahren bieten Lösungen für diese Herausforderungen. Sie ermöglichen eine effektivere Ideensammlung und eine verbesserte Qualität, während die positiven sozialen Aspekte der Gruppeninteraktion erhalten bleiben.

Originalquelle: inc.com