GSK übernimmt volle Rechte an mRNA-Impfstoffkandidaten von CureVac
GSK plc und CureVac N.V. haben ihre Zusammenarbeit in eine neue Lizenzvereinbarung umstrukturiert. GSK erhält die vollen Rechte zur Entwicklung und Vermarktung von mRNA-Impfstoffkandidaten gegen Influenza und COVID-19.

GSK plc und CureVac N.V. gaben am 3. Juli 2024 die Umstrukturierung ihrer bestehenden Zusammenarbeit in eine neue Lizenzvereinbarung bekannt. Gemäß der Vereinbarung erwirbt GSK die vollen weltweiten Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von mRNA-Impfstoffkandidaten, die auf Influenza und COVID-19 abzielen, einschließlich Kombinationsimpfstoffen.
Die zuvor von CureVac auf seiner proprietären mRNA-Plattform der zweiten Generation entwickelten Impfstoffkandidaten befinden sich seit 2020 in der klinischen Entwicklung. Im Rahmen der Zusammenarbeit sind die Impfstoffkandidaten für Influenza und COVID-19 in Phase-II-Klinikstudien, während ein Kandidat gegen Vogelgrippe in Phase I ist. GSK übernimmt nun die volle Verantwortung für die Entwicklung und Herstellung dieser Kandidaten.
CureVac erhält eine Vorauszahlung von 400 Millionen Euro und hat Anspruch auf zusätzliche Meilensteinzahlungen sowie gestaffelte Lizenzgebühren in Höhe von bis zu 1,05 Milliarden Euro. Diese Zahlungen ersetzen alle früheren finanziellen Konditionen. CureVac behält zudem die exklusiven Rechte an weiteren potenziellen Infektionskrankheitszielen aus der früheren Zusammenarbeit und die Freiheit, mRNA-Impfstoffe für andere Indikationen unabhängig zu entwickeln oder zu lizenzieren.
Die Vereinbarung unterstreicht GSKs Engagement für die mRNA-Technologie, die eine schnelle Anpassung an neue Virusstämme ermöglicht. GSK baut seine mRNA-Kapazitäten durch Investitionen in Bereiche wie KI/ML-gestützte Sequenzoptimierung und Nanopartikeldesign weiter aus.