GSK veräußert Impfstoffe gegen Tollwut und FSME
GSK plc verkauft seine Impfstoffe gegen Tollwut und FSME an Bavarian Nordic. Die Transaktion hat einen Gesamtwert von bis zu 955 Millionen Euro und stärkt GSKs strategische Ausrichtung.

GSK plc gab am 21. Oktober 2019 bekannt, dass es seine Reiseimpfstoffe Rabipur (gegen Tollwut) und Encepur (gegen die durch Zecken übertragene Enzephalitis) an das dänische Unternehmen Bavarian Nordic veräußert. Die Transaktion umfasst eine Vorauszahlung von rund 301 Millionen Euro und potenzielle Meilensteinzahlungen, was einer Gesamtbetrachtung von bis zu 955 Millionen Euro entspricht.
Diese Veräußerung steht im Einklang mit der Strategie von GSK, den Fokus auf Kernwachstumsbereiche und die Forschungspipeline zu verstärken. Das Unternehmen strebt an, seine Lieferkette zu vereinfachen und Ressourcen auf sein Kerngeschäft im Impfstoffbereich zu konzentrieren.
Die Herstellung beider Impfstoffe wird weiterhin am GSK-Standort Marburg in Deutschland erfolgen, bis die Produktion vollständig an Bavarian Nordic übertragen ist. Dieser schrittweise Technologietransfer soll Anfang 2020 beginnen und bis zu fünf Jahre dauern. Im Rahmen der Transaktion werden keine Mitarbeiter oder Produktionsanlagen übernommen.
Der Abschluss des Geschäfts unterliegt den behördlichen Genehmigungen und der Zustimmung der Aktionäre von Bavarian Nordic zu einer Kapitalerhöhung. GSK hatte diese Impfstoffmarken ursprünglich 2015 im Rahmen einer größeren Transaktion von Novartis erworben. Der Abschluss der Transaktion wurde für Ende 2019 erwartet.