GSK plc einigt sich mit US-Behörden auf Vergleich über 3 Milliarden Dollar
Das Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline plc (GSK) hat eine Einigung mit der US-Regierung, mehreren Bundesstaaten und dem District of Columbia erzielt, um seine größten laufenden Bundesuntersuchungen abzuschließen. Der Vergleich beläuft sich auf 3 Milliarden Dollar.

GlaxoSmithKline plc (GSK) hat sich mit der US-Regierung, zahlreichen Bundesstaaten und dem District of Columbia auf einen Vergleich in Höhe von 3 Milliarden Dollar geeinigt. Die Vereinbarung, deren Grundzüge bereits im November 2011 festgelegt wurden, beendet straf- und zivilrechtliche Haftungsfragen im Zusammenhang mit den Verkaufs- und Marketingpraktiken des Unternehmens für neun Produkte, der Nutzung von Rabatt-Ausnahmen im Medicaid-Rückerstattungsprogramm sowie der Vermarktung und den Zulassungsanträgen für das Medikament Avandia.
Im Rahmen des Vergleichs bekennt sich GSK zu geringfügigen Vergehen gegen das Bundesgesetz über Lebensmittel, Medikamente und Kosmetika im Hinblick auf die Vermarktung von Paxil und Wellbutrin sowie wegen der Nichtmeldung bestimmter Studieninformationen zu Avandia bei der FDA. GSK hat zudem eine Vereinbarung zur Unternehmensintegrität (Corporate Integrity Agreement, CIA) mit dem Büro des Generalinspekteurs des US-Gesundheitsministeriums unterzeichnet. Diese Vereinbarung wird auch Teile der Produktionstätigkeiten des Unternehmens überwachen.
GSK gibt an, dass die Vergleichssumme von 3 Milliarden Dollar durch bestehende Rückstellungen abgedeckt ist, die im November 2011 bekannt gegeben wurden, und aus bestehenden Barmitteln finanziert wird. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren grundlegende Änderungen an seinen Compliance-, Marketing- und Vertriebspraktiken in den USA vorgenommen. Dazu gehört ein neues Anreizsystem für Vertriebsmitarbeiter, das individuelle Verkaufsziele eliminiert und Boni an die Qualität der erbrachten Dienstleistungen koppelt.
CEO Sir Andrew Witty drückte sein Bedauern über frühere Handlungen aus und betonte, dass das Unternehmen aus Fehlern gelernt habe und sich zu einer Kultur des Patientenfokus, der Transparenz und der Integrität bekenne. Er wies darauf hin, dass das Unternehmen seine Vertriebspraktiken reformiert und die Möglichkeiten zur Rückforderung von Vergütungen von Führungskräften bei Fehlverhalten verstärkt habe. Das Unternehmen versichert, dass der zivilrechtliche Vergleich keine Haftung für den Verkauf mehrerer anderer Produkte anerkennt.