GSK veröffentlicht Bilder neuer Antibiotika gegen resistente Bakterien
GSK plc hat detaillierte Bilder veröffentlicht, die zeigen, wie eine neue experimentelle Antibiotika-Verbindung Bakterien abtöten kann, die gegen bestehende Behandlungen resistent sind. Die Ergebnisse könnten die Entwicklung neuer Medikamente zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen unterstützen.

London – GSK plc hat detaillierte Bilder veröffentlicht, die den Wirkmechanismus einer neuen experimentellen Antibiotika-Verbindung veranschaulichen, welche Bakterien abtöten kann, die gegen aktuelle Behandlungsmethoden resistent sind. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Forschung konzentriert sich auf die Verbindung GSK 299423 und ihr Potenzial, die wachsende Herausforderung der Antibiotikaresistenzen anzugehen.
Mittels Röntgenkristallographie nahmen Forscher Bilder der Bindung der Verbindung an bakterielle Topoisomerase auf, ein für die bakterielle Reproduktion entscheidendes Enzym. Während ältere Antibiotika wie Chinolone dieses Enzym seit den 1960er Jahren ins Visier nehmen, entwickeln Bakterien zunehmend Resistenzen dagegen. Die GSK-Studie deutet darauf hin, dass GSK 299423 anders an das Enzym bindet als Chinolone, was es auch gegen resistente Stämme wirksam macht.
Die Forschung wurde in Zusammenarbeit mit dem Wellcome Trust und der U.S. Defense Threat Reduction Agency (DTRA) durchgeführt. Die Verbindung zeigte Wirksamkeit gegen verschiedene resistente Bakterienstämme, darunter Staphylococcus aureus (MRSA) und gramnegative Bakterien wie E. coli und Pseudomonas.
Antibiotikaresistenzen stellen eine erhebliche globale Gesundheitsbedrohung dar, die zu verlängerten Krankheitsverläufen und erhöhter Sterblichkeit führt. Die Schwierigkeit bei der Behandlung von Infektionen durch gramnegative Bakterien, die häufig Krankenhausinfektionen verursachen, ist besonders besorgniserregend. Die Forschung von GSK zielt darauf ab, zur Entwicklung neuer therapeutischer Optionen zur Bekämpfung dieser Herausforderungen beizutragen.