GSK einigt Zantac-Rechtsstreitigkeiten in den USA für bis zu 2,2 Milliarden Dollar
GSK plc hat eine Einigung erzielt, die 93 % der Zantac-Fälle vor staatlichen Gerichten in den USA abdeckt, und zahlt bis zu 2,2 Milliarden Dollar.

GSK plc hat eine Einigung zur Beilegung der Mehrheit der laufenden Rechtsstreitigkeiten um das Medikament Zantac (Ranitidin) in den USA erzielt. Am 9. Oktober 2024 gab das Unternehmen bekannt, dass es einer Einigung in rund 80.000 Fällen vor staatlichen Gerichten in den USA zugestimmt hat, was 93 % aller anhängigen Fälle vor staatlichen Gerichten entspricht. Die Gesamtkosten der Einigung sind auf maximal 2,2 Milliarden US-Dollar begrenzt.
Die Rechtsstreitigkeiten betreffen Behauptungen, dass Zantac Krebs verursache. GSK hat durchweg jegliche Haftung bestritten. Zuvor hatte das Unternehmen vertrauliche Vergleiche in Einzelfällen bekannt gegeben, darunter die Fälle Russell, Hughes, Dixon, Kimbrow, Gross, Boyd und Steenvoord, und hatte in anderen Fällen wie Joiner und Valadez positive Jury-Urteile erwirkt.
Diese umfassende Einigung deckt abgeschlossene und anhängige Ansprüche im Zusammenhang mit der Herstellung und Vermarktung von Zantac ab. GSK hat sich in der Vergangenheit mit Gerichtsentscheidungen über die Zulässigkeit von wissenschaftlichen Gutachten, insbesondere in Delaware, auseinandergesetzt und Berufungen eingelegt. Das Unternehmen betrachtet diese Vergleiche als einen Weg zur Lösung.
Das Patent von Zantac ist abgelaufen, und das Medikament wurde von mehreren Unternehmen vermarktet. Im Jahr 2020 forderte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) alle Hersteller von Ranitidin-Produkten auf, ihre Produkte aufgrund von Bedenken hinsichtlich der möglichen Bildung des Karzinogens NDMA vom Markt zu nehmen. GSK hat sein Zantac-Geschäft im Jahr 2018 veräußert.