Guerbet entwickelt Mikrokatheter zur Reduzierung des Embolisierungsrisikos
Guerbet stellt eine neue Mikrokatheter-Technologie vor, die darauf abzielt, das Risiko einer Nicht-Ziel-Embolisierung bei interventionellen Eingriffen zu verringern.

Guerbet präsentiert eine neuartige Mikrokatheter-Technologie, die darauf abzielt, eine häufige Herausforderung in der interventionellen Radiologie zu bewältigen: die Nicht-Ziel-Embolisierung. Diese Komplikation, bei der embolisches Material unbeabsichtigt in unerwünschte Gefäße gelangt, kann zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen führen.
Das neue Gerät verfügt über einen Mikrokatheter mit seitlichen Öffnungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kathetern verlassen Flüssigkeiten diese seitlichen Öffnungen, während das embolische Material zurückgehalten wird. Diese Aktion erzeugt Berichten zufolge einen Wirbel, der als Barriere wirkt, Rückfluss verhindert und die Wahrscheinlichkeit reduziert, dass Material Nicht-Ziel-Bereiche erreicht.
Dieser Fortschritt wurde auf der Embolotherapy-Konferenz (ET) in Valencia, Spanien, diskutiert. Interventionelle Radiologen betonten, dass die Nicht-Ziel-Embolisierung ein häufig auftretendes, manchmal unterdiagnostiziertes Problem darstellt. Die Bewältigung dieses Risikos beinhaltet das Verständnis der vaskulären Anatomie, die präzise Katheterplatzierung und die Auswahl geeigneter Embolisationmittel.
Der Mikrokatheter erhielt im April die CE-Kennzeichnung. Guerbet gibt an, dass diese Entwicklung ein neues Werkzeug zur Unterstützung von Ärzten bei komplexen Eingriffen darstellt. Die Verfügbarkeit der Produkte kann je nach Land variieren.