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Einzelhandel

Gymshark wegen Verschleierung von Influencer-Kooperationen verklagt

Der Sportbekleidungshersteller Gymshark sieht sich mit einer Sammelklage konfrontiert, die besagt, dass das Unternehmen die Zusammenarbeit mit Influencern in sozialen Medien nicht ordnungsgemäß offengelegt hat. Die Klage betrifft die etablierte Marketingstrategie der Marke.

23. Juli 2026
Gymshark wegen Verschleierung von Influencer-Kooperationen verklagt

Der Sportbekleidungshersteller Gymshark ist Gegenstand einer angestrebten Sammelklage in den USA und Kanada. Die Klage behauptet, dass das Unternehmen die Bezahlung von Influencern für die Bewerbung seiner Produkte auf Social Media nicht korrekt offengelegt hat und damit gegen die Richtlinien der US-amerikanischen Bundeshandelskommission (FTC) verstoßen hat.

Die von der Einwohnerin Floridas, Mihaela Lupea, im Namen einer Verbrauchergruppe eingereichte Klage argumentiert, dass Gymshark mit Influencern Vereinbarungen trifft, um Produkte zu bewerben. Diese Beiträge auf sozialen Medien seien jedoch nicht als Werbung oder bezahlte Partnerschaften gekennzeichnet. Laut Klageschrift führe diese Taktik dazu, dass Konsumenten fälschlicherweise annehmen, die Content Creators nutzten Gymshark-Produkte organisch, was ihre Kaufentscheidungen beeinflusse.

Die Klageschrift legt dar, dass es sich hierbei nicht um einen Fehler, sondern um eine bewusste Geschäftsstrategie von Gymshark seit der Gründung des Unternehmens handelt. Gymshark, 2012 von Ben Francis gegründet, expandierte rasant, indem es kostenlose Produkte an beliebte Fitness-YouTuber verschickte und 2020 den Unicorn-Status erreichte.

Die Klage nennt mehrere Beispiele von Influencer-Beiträgen, die Gymshark-Produkte und sogar kommende Verkaufsaktionen bewarben, jedoch ohne die erforderlichen Kennzeichnungen. Laut Klageschrift haben Gymshark und seine Partner "große Anstrengungen unternommen, ihre kommerziellen Beziehungen zu verbergen". Dies ermögliche es der Marke angeblich, höhere Preise im Vergleich zu Wettbewerbern zu verlangen. Ähnliche Klagen wurden zuvor gegen Alo Yoga und Revolve eingereicht.

Gymshark meldete zwischen August 2024 und Juli 2025 einen Umsatz von rund 646 Millionen Euro, verzeichnete jedoch einen deutlichen Rückgang des Gewinns vor Steuern. Das Unternehmen hat sich zu der Klage bisher nicht geäußert.

Originalquelle: inc.com