Studie: Ölbasierte Kontrastmittel bei Hysterosalpingographie erhöhen Schwangerschaftsrate
Eine im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie zeigt, dass Lipiodol® UF bei Unfruchtbarkeitsuntersuchungen zu höheren Schwangerschaftsraten führt als wasserlösliche Mittel.

Die im New England Journal of Medicine veröffentlichten Ergebnisse der sogenannten H2Oil-Studie belegen, dass die Verwendung von ölbasierten Kontrastmitteln wie Lipiodol® Ultra-Fluide bei der Hysterosalpingographie (HSG) mit einer höheren Schwangerschaftsrate korreliert. Die HSG dient der röntgenologischen Untersuchung der Gebärmutter und der Durchgängigkeit der Eileiter.
An der klinischen Studie nahmen 1 119 Frauen teil, die sich einer Fruchtbarkeitsabklärung unterzogen. Die Probandinnen wurden zufällig einer Gruppe mit wasserlöslichem Kontrastmittel oder einer Gruppe mit Lipiodol® Ultra-Fluide zugeteilt. Nach sechs Monaten lag die Schwangerschaftsrate in der Lipiodol-Gruppe bei 39,7 Prozent, während sie in der Kontrollgruppe lediglich 29,1 Prozent betrug.
Die Forscher stellten fest, dass die Rate an unerwünschten Nebenwirkungen in beiden Gruppen niedrig und nahezu identisch war. Guerbet verwies darauf, dass diese Daten die klinische Evidenz für den Einsatz des Kontrastmittels im Rahmen der Fertilitätsdiagnostik stärken. Die Ergebnisse wurden auf dem 13. Weltkongress für Endometriose in Vancouver vorgestellt.