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Verbraucher

Hagel vernichtet 21.000 Hektar Ernte in Thüringen

Schwere Unwetter der vergangenen Woche haben in Thüringen Tausende Hektar landwirtschaftliche Fläche beschädigt. Der Versicherer Vereinigte Hagel geht von mindestens 21.000 Hektar zerstörter Ernte aus, was zu erheblichen finanziellen Verlusten führt.

26. Juli 2026
Hagel vernichtet 21.000 Hektar Ernte in Thüringen

Die Unwetter der vergangenen Woche, darunter heftige Hagelschläge, haben in Thüringen mindestens 21.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche beschädigt. Der spezialisierte Agrarversicherer Vereinigte Hagel schätzt das Ausmaß der Zerstörung, die kurzfristig zu erheblichen finanziellen Einbußen für Landwirte geführt hat.

Der Schaden an den betroffenen Flächen variiert zwischen 25 und 95 Prozent. Teilweise seien tennisballgroße Hagelkörner niedergegangen. Besonders stark betroffen ist die Agrargenossenschaft Martinroda im Ilm-Kreis, wo rund 500 Hektar an Winterraps-, Weizen-, Roggen- und Ernteflächen zerstört wurden. Ralf Gumpert, Sprecher der Genossenschaft und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, berichtete, dass das Unwetter binnen weniger Minuten monatelange Arbeit vernichtet habe.

Auch kleinere Betriebe leiden unter den Ernteausfällen. Die Bio-Bauernhof "Ross und Rettich" im Ilmenauer Ortsteil Bücheloh meldete nahezu vollständige Zerstörung seiner Felder und Kulturen. Dies erschwert auch den Anbau von Folgekulturen, da die zerstörten Ernten auf dem Boden verstreut liegen.

Der Thüringer Bauernverband konnte die genaue Höhe der Gesamtschäden noch nicht beziffern. Der Verband betont jedoch die zunehmende Bedeutung von Versicherungen für Landwirte, insbesondere angesichts der häufigeren extremen Wetterereignisse im Zuge des Klimawandels. Zwar können Versicherungen einen Teil der Verluste ausgleichen, sie lösen jedoch nicht alle finanziellen und produktionstechnischen Herausforderungen.

Originalquelle: mdr.de