Hamlet BioPharma erforscht nicht-antibiotische Therapien für Harnwegsinfektionen
Hamlet BioPharma und die Universität Lund haben eine Studie veröffentlicht, die einen nicht-antibiotischen Ansatz zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, einschließlich Harnwegsinfektionen, vorstellt.

Forscher der Universität Lund haben in Zusammenarbeit mit Hamlet BioPharma eine bedeutende Studie im Journal of Infectious Diseases veröffentlicht. Die Veröffentlichung beschreibt eine neuartige Behandlungsstrategie für bakterielle Infektionen, insbesondere für Harnwegsinfektionen (HWI), die weltweit verbreitet sind.
Die Studie konzentriert sich darauf, die Krankheitsreaktion des Wirts (des Menschen) zu bekämpfen, anstatt die Bakterien direkt anzugreifen. Dieser Ansatz bietet eine Alternative zu herkömmlichen Antibiotika, denen zunehmend resistente Bakterienstämme entgegenstehen. Die Forschung zeigt, dass das bakterielle Protein NlpD oder sein Peptid LytM wirksam Infektionssymptome lindern und die Bakterieneliminierung aus dem Körper fördern kann.
Der Medikamentenkandidat hat sich als wirksam erwiesen, um die Entzündungsreaktion zu hemmen, die Infektionssymptome oft verschlimmert und Gewebeschäden verursacht. Durch die Gegenwirkung gegenüber den krankheitserregenden Mechanismen, die durch Bakterien ausgelöst werden, können die körpereigenen Abwehrmechanismen die Infektion effektiver bekämpfen. Diese nicht-antibiotische Behandlung hat sich auch gegen antibiotikaresistente Bakterienstämme als wirksam erwiesen.
Die Ergebnisse der Studie basieren auf umfangreichen Tiermodellversuchen, bei denen NlpD und LytM die Schwere der Erkrankung signifikant reduzierten und die bakterielle Clearance beschleunigten. Hamlet BioPharma erhielt zuvor die europäische Zulassung für eine Phase-III-Studie mit seiner Therapie Alpha1H zur Behandlung von Blasenkrebs. Diese neue Veröffentlichung eröffnet jedoch neue Möglichkeiten in der Behandlung von Infektionskrankheiten.