Persönliche Navigation hilft Patienten, Gesundheits- und Sozialdienste besser zu finden
Laut einer Studie ist die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten, die mit einem persönlichenlotsen zusammenarbeiten, Zugang zu notwendigen Gesundheits- und Sozialdiensten erhalten, deutlich höher als bei Patienten, die zu einer kostenlosen Hotline geschickt werden.

Providence, R.I. – Patienten der Primärversorgung, die mit einem dedizierten Lotsen zusammenarbeiteten, hatten eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, notwendige Gesundheits- und Sozialdienste in Anspruch zu nehmen, als Patienten, die lediglich an eine kostenlose Informations-Helpline verwiesen wurden. Dies zeigt eine randomisierte kontrollierte Studie, die in den Annals of Family Medicine veröffentlicht wurde.
Die Studie verglich zwei verschiedene Ansätze, um Patienten der Primärversorgung bei der Suche und Nutzung verfügbarer Ressourcen zu unterstützen. Eine Patientengruppe erhielt Informationen über eine telefonische Hotline. Eine andere Patientengruppe profitierte dagegen von einem persönlichen Lotsen, der aktiv bei der Identifizierung und Kontaktaufnahme mit relevanten Diensten half.
Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten in der Lotsen-Gruppe erfolgreicher darin waren, die benötigte Unterstützung zu erhalten, sei es im Bereich soziale Dienste wie Wohnungs- oder Nahrungsmittelhilfe oder bei gesundheitsbezogenen Unterstützungsleistungen. Die Forscher weisen darauf hin, dass dies die entscheidende Rolle persönlicher Unterstützung bei der Bewältigung komplexer Gesundheitssysteme unterstreicht.
Die randomisierte kontrollierte Studie wurde von einem Team von Gesundheitsexperten in Providence durchgeführt. Ziel war es, die effektivste Methode zu ermitteln, um den Zugang der Patienten zu dem breiten Netzwerk von Gesundheits- und Sozialdiensten zu verbessern, die andernfalls aufgrund ihrer Komplexität möglicherweise nicht ausreichend genutzt werden.