HARTING verzeichnet Umsatzrückgang, blickt aber optimistisch auf 2025
Die HARTING Technologiegruppe meldete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz knapp unter einer Milliarde Euro, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr darstellt. Das Unternehmen investiert weiter in Internationalisierung und neue Technologien.
Die HARTING Technologiegruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von 940 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis von 1,036 Milliarden Euro. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds konnte das Unternehmen laut CEO Philip Harting die Markterwartungen übertreffen.
Die Internationalisierung der Geschäftsfelder trug dazu bei, die schwache heimische Konjunktur teilweise auszugleichen. Der Umsatz in der Region Amerika blieb mit 155 Millionen Euro stabil, während Asien einen Rückgang von 2 Prozent auf 240 Millionen Euro verzeichnete. In der EMEA-Region (ohne Deutschland) sank der Umsatz um 9 Prozent auf 323 Millionen Euro. In Deutschland selbst wurde ein deutlicher Umsatzrückgang von 20 Prozent auf 222 Millionen Euro verzeichnet, den CEO Harting auf die wirtschaftliche Situation in Deutschland mit übermäßiger Bürokratie und hohen Energiepreisen zurückführte.
HARTING investierte weiterhin in neue Produkte, Technologien und Kapazitätserweiterungen. Das Investitionsvolumen von 69 Millionen Euro übertraf das Vorjahresniveau. Die Investitionen konzentrieren sich auf die internationale Ausrichtung, einschließlich des Ausbaus von Werken in Polen und Mexiko sowie der Eröffnung eines neuen F&E-Büros in Vietnam. Das Unternehmen nutzt auch Wachstumsanreize wie den US Inflation Reduction Act.
Zudem kündigte HARTING die Einrichtung eines globalen Hauptsitzes in der Schweiz an, der ab dem 1. Oktober 2025 den Betrieb aufnehmen soll. Die deutschen Standorte in Espelkamp und Rahden bleiben jedoch zentrale Produktions- und Entwicklungszentren, mit fortlaufenden Investitionen in Digitalisierung und Dekarbonisierung, einschließlich einer Investition von 10 Millionen Euro in eine Biogasanlage.
Die weltweite Mitarbeiterzahl sank zum 30. September 2024 leicht auf 6.049 Beschäftigte. Diese Reduzierung, die bis Ende 2025 etwa 100 Stellen in Verwaltungsbereichen in Deutschland und anderen Ländern betrifft, ist Teil einer Umstrukturierung als Reaktion auf wirtschaftliche Herausforderungen. Gleichzeitig werden neue Positionen an F&E-Standorten weltweit geschaffen. HARTING hat im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern keine Kurzarbeit eingeführt.