HARTING Technologiegruppe überspringt erneut Milliardenmarke – Ausblick 2024 verhalten
Die HARTING Technologiegruppe bestätigte erneut einen Umsatz von über einer Milliarde Euro, erwartet jedoch aufgrund sinkender Auftragseingänge ein verhaltenes Jahr 2024 mit einem Umsatzrückgang.
Die HARTING Technologiegruppe hat zum zweiten Mal in Folge einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erzielt. Im Geschäftsjahr 2022/2023 lag der Umsatz bei 1,036 Milliarden Euro, was einem leichten Rückgang von 2,2 % gegenüber dem Rekordergebnis des Vorjahres (1,059 Milliarden Euro) entspricht. Diese Entwicklung bestätigt laut Unternehmen die Prognose einer Seitwärtsbewegung nach den vorangegangenen Boomjahren.
Die Umsatzverteilung nach Regionen verlief uneinheitlich. Die Region Amerika verzeichnete ein Wachstum von 9 % auf 159 Millionen Euro, gestützt durch wirtschaftspolitische Anreize. Asien verlor hingegen 9 % (24 Millionen Euro) aufgrund der aktuellen Schwäche des chinesischen Marktes. Deutschland blieb mit 277 Millionen Euro stabil (+2 %), während EMEA (Europa ohne Deutschland) einen Umsatzrückgang von 5 % auf 355 Millionen Euro verzeichnete.
Das Unternehmen investierte 76 Millionen Euro in seine Produktions- und Entwicklungsaktivitäten, was deutlich über den Abschreibungen liegt. Diese Investitionen umfassen Kapazitätserweiterungen in Rumänien, eine neue Elektromobilitätslinie in Mexiko und ein neues Werk in Vietnam. Des Weiteren wurden erhebliche Mittel in die Digitalisierung und Automatisierung von Produktion und Prozessen investiert, um die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens zu stärken.
HARTING bekräftigt sein Engagement für Nachhaltigkeit mit dem Ziel, die CO2-Emissionen bis 2027 weltweit um 60 % zu reduzieren und bis 2030 Klimaneutralität zu erreichen. Trotz geplanter Investitionen von rund 75 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr 2023/24 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Dies begründet sich mit einem zehnprozentigen Rückgang des Auftragseingangs, worauf mit flexibler Produktionssteuerung und Kurzarbeit reagiert werden soll.