HARTING stellt Automotive-Geschäft neu auf und beendet Solenoid-Produktion
Die HARTING Technologiegruppe gibt ihr Solenoid-Geschäft auf, um den Fokus auf Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge zu legen. Von der Umstrukturierung sind 47 Stellen in Deutschland betroffen.
Die HARTING Technologiegruppe strukturiert ihren Automotive-Bereich grundlegend um und stellt die Produktion von Solenoiden ein. Das Produktsegment, das primär in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zum Einsatz kommt, soll bis Ende 2027 vollständig abgewickelt werden. Die letzten Lieferungen sind für Juni 2027 terminiert.
CEO Philip Harting verwies auf den massiven Transformationsdruck in der globalen Automobilindustrie, getrieben durch asiatische Wettbewerber und steigende Kosten. Um die Zukunftsfähigkeit zu sichern, verlagert das Unternehmen Funktionen von Deutschland nach Rumänien. Dies betrifft rund 47 Mitarbeiter am deutschen Standort. Die Geschäftsführung arbeitet nach eigenen Angaben eng mit dem Betriebsrat zusammen, um sozialverträgliche Lösungen für den Personalumbau zu finden.
Künftig konzentriert sich HARTING Automotive ausschließlich auf die Entwicklung und Fertigung von Ladetechnik für Elektrofahrzeuge. Das Unternehmen betonte, dass alle bestehenden Verträge und Lieferverpflichtungen in vollem Umfang eingehalten werden. Kunden und Lieferanten sollen individuell über den weiteren Prozess informiert werden.