Harvard Online-Kurs setzt auf KI-Klone von Dozenten
Die Harvard Business School hat einen neuen KI-gestützten Online-Kurs gestartet, der digitale Nachbildungen ihrer Professoren nutzt, um angehende Unternehmer zu betreuen.

Die Harvard Business School nutzt künstliche Intelligenz, um digitale Abbilder ihrer Fakultätsmitglieder für ein neues Gründungsförderungsprogramm zu erstellen. Der achtwöchige Online-Kurs mit dem Namen Foundry zielt darauf ab, angehenden Gründern Anleitungen und Ressourcen für jede Phase der Unternehmensgründung, von der Ideenfindung bis zur Vorstellung bei Investoren, bereitzustellen.
Das Herzstück des Programms sind KI-Personas, die auf den Lehrstilen und dem Fachwissen von Harvard-Dozenten basieren. Diese digitalen Klone bieten den Studenten Zugang zu Wissen, das sonst geografisch oder logistisch begrenzt wäre. Während einige Dozenten, wie der Dozent Jeff Bussgang, die KI-Simulation als "gruselig" bezeichneten, reagierten die Studenten positiv auf die Technologie.
Foundry wurde ursprünglich als textbasiertes Werkzeug konzipiert, ähnlich wie ChatGPT. Frühes Nutzerfeedback und Tests, die zeigten, dass die Einbindung von Professor-Fotos in Chatbots das Engagement erhöhte, führten jedoch zur Entwicklung der aktuellen Version, die im April gestartet wurde. Obwohl die KI-Lehrer nach echten Professoren gestaltet sind, sind sie keine exakten Kopien und können auf eine breitere Wissensbasis zugreifen.
Der Kurs richtet sich hauptsächlich an potenzielle Gründer, die über Universitätsprogramme teilnehmen. 760 Studenten nahmen an den Sommersitzungen teil. Der Bootcamp ist auch für Einzelpersonen zum Preis von 699 US-Dollar erhältlich. Nutzerberichte deuten darauf hin, dass die KI-Lehrer den Studenten geholfen haben, neue Perspektiven auf ihre Produkte zu gewinnen, und eine konstante Verfügbarkeit für Ratschläge boten. Andere Universitäten, wie Georgia Tech, haben Foundry in ihre Gründungslehrpläne integriert, um die Betreuung von Studenten zu skalieren.