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Gesundheit

Krankenkassen-Sparpläne lösen Kritik auf Gesundheitskongress aus

Ein neues Sparpaket für die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) stößt auf heftigen Widerstand von Branchenvertretern. Das vom Bundesgesundheitsministerium vorgestellte Gesetz soll die Finanzlücke schließen, wird aber als unzureichend und einseitig kritisiert.

18. Oktober 2026
Krankenkassen-Sparpläne lösen Kritik auf Gesundheitskongress aus

Auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit (HSK) in Berlin stand das geplante „GKV-Spargesetz“ im Mittelpunkt der Debatten. Die Bundesregierung will damit die Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stabilisieren. Der Gesetzentwurf ist jedoch stark umstritten und wird von Leistungserbringern und Kassenvertretern kritisiert, da er erhebliche Einsparungen von allen Teilen des Systems verlangt, während der Bund sich zurückhalte.

Das Gesetz soll rund 16 Milliarden Euro einsparen. Experten sehen darin jedoch keine ausreichende Lösung für die wachsende Finanzierungslücke, die sich von ursprünglich 17 Milliarden Euro auf über 19 Milliarden Euro bis 2027 erhöht hat. Der Handlungsdruck steigt, und die Kritik am Vorgehen der Regierung wächst auf dem Kongress.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteidigte den Entwurf und forderte konstruktive Gegenvorschläge. Sie betonte, dass der Bund erstmals zur Finanzierung versicherungsfremder Leistungen beitrage. Diese Maßnahme wird jedoch kritisch gesehen, da das Finanzministerium nur einen kleinen Teil der geschätzten 12 Milliarden Euro bereitstellen will und gleichzeitig die Bundeszuschüsse an die GKV kürzt.

Vertreter von Krankenkassen und Ärzten äußerten deutliche Bedenken. Andreas Storm, Chef der DAK Gesundheit, kritisierte, dass der Bund Geld aus der GKV zur Sanierung des eigenen Haushalts abziehe. Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), prognostizierte, dass das Gesetz keine Beiträge stabilisieren werde und stattdessen zu Leistungskürzungen und längeren Wartezeiten für Patienten führen könnte.

Originalquelle: pharma-fakten.de