Künstliche Intelligenz in Kliniken stößt an Grenzen veralteter IT-Systeme
Der schnelle Einsatz von KI im Gesundheitswesen trifft oft auf überlastete IT-Strukturen, die nicht für den modernen Datenzugriff ausgelegt sind.

Kliniken setzen zunehmend auf KI-gestützte Assistenzsysteme, um Dokumentationsprozesse zu automatisieren. Dabei stoßen diese modernen Lösungen jedoch häufig auf elektronische Patientenakten (EHR), deren Architektur teilweise Jahrzehnte alt ist. Diese Systeme waren für manuelle Einzelabfragen konzipiert und stoßen bei der hohen Frequenz und Geschwindigkeit aktueller KI-Anwendungen an ihre Belastungsgrenzen.
Eine Überlastung der IT-Grundlage führt zu Systemverlangsamungen, die laut Branchenberichten nicht nur den Arbeitsablauf stören, sondern auch ein Risiko für die Patientenversorgung darstellen können. Wenn medizinisches Personal keinen schnellen Zugriff auf Informationen erhält, drohen Verzögerungen in der Diagnose oder Behandlung.
Da die Modernisierung der IT-Infrastruktur teuer und operativ komplex ist, neigen viele Träger dazu, Investitionen in den Hintergrund zu schieben und sich stattdessen auf neue KI-Front-End-Funktionen zu konzentrieren. Experten mahnen jedoch, dass vor dem Ausrollen von KI-Tools eine gründliche Prüfung der IT-Leistungsfähigkeit erfolgen muss, um Systemausfälle proaktiv zu vermeiden.